Ein Stipendium zum Mitnehmen, bitte!

Mein Gang durch den Stipendien-Info-Tag in der Mensa im Institutsviertel Ein Stipendium – das ist doch nur was für welche, die in der Schule schon immer in der ersten Reihe saßen, nebenher noch den Debattierklub geleitet haben und nach dem Studium dann Raumfahranzüge oder Euro-Rettungsschirme entwickeln. Das dachte ich zumindest immer. Beim Stipendien-Info-Tag in der Mensa im Institutsviertel diesen Samstag wurde mir jedoch bewusst, wie wenig ich eigentlich über das Stipendienangebot informiert bin.

In Vorträgen wurden mögliche Herangehensweisen auf dem Weg zum Stipendium erklärt

In Vorträgen wurden mögliche Herangehensweisen auf dem Weg zum Stipendium erklärt

Unfassbar viele verschiedene Stiftungen und Begabtenförderungswerke reihten hier ihre Stände aneinander. Es gibt Stiftungen bei denen politische Überzeugungen oder kirchliche Haltungen Voraussetzung sind, allgemeine Stipendien und besondere Förderungsmöglichkeiten für bestimmte Studierendengruppen, wie beispielsweise für Lehramtsstudierende oder Studierende mit Berufserfahrung.

Aber jetzt mal unter uns: Trotz dem riesigen Angebot kann ich mir als Normalsterbliche da doch keine Hoffnungen machen, dass mir jemand mein Studium finanzieren will, oder? Doch, sagt Marie. Sie ist 22, studiert Grundschullehramt und ist Stipendiatin der Heinrich Böll Stiftung. Direkt nach dem Abi hatte sie sich beworben und wird seit dem finanziell unterstützt. Heute steht sie am Infostand der Stiftung und erklärt den interessierten Menschen, die sich um sie scharen, wie das mit der Bewerbung so funktioniert.Eine engagierte Persönlichkeit und sehr gute Noten sind natürlich von Vorteil bei der Bewerbung für ein Stipendium. Trotzdem versuchen viele, die durchaus in Frage kommen würden, nicht einmal an Fördergelder zu kommen. Das mag vielleicht auch mit dem abschreckend wirkenden bürokratischen Aufwand zusammenhängen, der mit so einer Bewerbung einhergeht. Ein halbes Jahr hat der Bewerbungsprozess für Marie gedauert. Am Ende hat sich das Ganze jedoch gelohnt. Nicht nur, weil sie das Stipendium bekommen hat. Das Ausformulieren ihrer eigenen Ziele und Lebenswege hat ihr auch geholfen mehr über sich selbst zu erfahren. Wichtig für eine gelungene Bewerbung sei vor allem gewesen, dass sie sich mit den Werten und Zielen der Stiftung identifizieren konnte.

Matthias informiert am Stand der Inititative "Arbeiterkind"

Matthias informiert am Stand der Inititative „Arbeiterkind“

Und woher soll ich dann wissen, welche dieser vielen Stiftungen zu meinen Werten und Lebenszielen passt? Auf der Suche nach einem Pfad durch den Dschungel der Möglichkeiten treffe ich Matthias. Er ist 26 Jahre alt, studiert Archäologie im Master und steht stellvertretend für die Initiative „Arbeiterkind“ am Stand neben Marie. Als freiwilliger Mentor möchte er vor allem denjenigen weiterhelfen, die als erste in der Familie eine akademische Laufbahn anstreben. Beim Stammtisch in der Mehlwaage oder in Einzelgesprächen versucht Matthias als Teil eines deutschlandweiten Netzwerks Fragen rund um das Studium zu beantworten. Um Geldsorgen aus der Welt zu schaffen, hilft „Arbeiterkind“ auch auf der Suche nach einem geeigneten Stipendium.

Bei der Suche nach einem geeigneten Stipendium lohnt sich als erster Schritt auf jeden Fall ein Blick in die Weiten des Internets, wie ich später beim Vortrag zum Thema „Promotionsstipendien“ erfahre. Vor allem wenn spezifische Unterstützung zu einem Forschungsgebiet gesucht wird, bieten Datenbanken einen ersten Überblick auch über die vielen kleineren Institutionen, die gezielt Fördergelder vergeben. Exklusiv für Freiburger Studenten bietet das noch recht neue Freiburger Förderportal eine Übersicht aus über 1000 Programmen für die man sich bewerben kann.

Und wer eine persönliche Beratung zum Thema vorzieht, der sollte einfach mal einen Termin bei der Stipendienberatung im Service Center vereinbaren. Dort wird neben einer individuellen Orientierungsberatung auch der weitere Bewerbungsprozess begleitet und auf Auswahlgespräche, Tests oder Seminare vorbereitet. Einen allgemeinen Überblick über alle Finanzierungsmöglichkeiten während dem Studium rund um Stipendien, BAföG und Kredite bietet außerdem das Studierendenwerk. Mein Fazit des heutigen Tages ist, dass ich mich möglichst bald mal informieren sollte, was für Stipendien es denn so für potentielle Auslandsaufenthalte geben könnte. Wer weiß, vielleicht tut sich ja ein Türchen auf – und wer nichts versucht, hat ja bekanntlich sowieso schon verloren.

Links:

Arbeiterkind: www.arbeiterkind.de

Freiburger Förderportal: http://www.frs.uni-freiburg.de/foerderportal (Zugriff nur mit Uniaccount möglich)

Termine zur Stipendienberatung der Universität Freiburg: Per eMail unter studienberatung@service.uni-freiburgoder telefonisch unter der Nummer 0761 203-4246

Finanzberatung beim Studierendenwerk: Ansprechperson Claudia Heinemann (heinemann(at)swfr.de) Sprechstunde Dienstag von 9.00 – 12.00 und Donnerstag von 13.30 – 16.00 Uhr (Raum 010), sowie nach telefonischer Absprache unter der Nummer 0761 2101 253 

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