Mit einem „Om“ den Stress vergessen

„Im Dezember geht am besten aus dem Weg man den Gestreßten.“ (Klaus Klages)

…Und weil man sich in Daueraufregung auch selbst nicht mehr lieb ist, beschließt so mancher, den eigenen Umgang mit den täglichen Minikatastrophen des Alltags zu verändern. Eine Möglichkeit dafür wäre der Besuch einer der Yoga Kurse des SWFR.

Brigitte Schillmöller ist ausgebildete Yogalehrerin und leitet seit 2008 einmal wöchentlich einen der Hatha Yoga Kurse des Studierendenwerks. Nach meinem Kursbesuch hatte ich einige Fragen an sie:

1.Was ist das Besondere an Hatha Yoga?

Im Hatha Yoga nehmen die Körperübungen einen wichtigen Teil ein. Das bedeutet, dass Yoga nur als Körper- und Entspannungsarbeit verstanden wird, ohne philosophisches, spirituelles oder religiöses Anliegen. Wenn man Hatha Yoga nur auf die Körperarbeit reduziert tut man ihm aber Unrecht. Viel Wirkung wird nämlich zum Beispiel dem Atem und bestimmten Meditationstechniken gegeben.


2.Wie kann Yoga die Achtsamkeit im Alltag der Studierenden fördern?

Gerade im Alltag kommen nicht nur Studierende an ihre Grenzen. Es fehlt uns oft die Möglichkeit uns und unseren Körper positiv zu erfahren. Yoga vermittelt eine andere Art des sich Wohlig-mit-sích Sein.
Über die Körperübungen können wir in Konzentration bei uns selbst ankommen, wir schenken uns selbst Achtsamkeit und erfahren in den Asanas mitunter einen anderen umgang mit uns, unseren Grenzen aber auch unseren Ressourcen. Begrenzheiten und Beschränkungen können wir lernen zu überwinden, wir lernen uns anzunehmen, uns zu akzeptieren- damit ist ein wichtiger Schritt zu einem besseren Selbstverständnis, zu mehr Kompetenz und Eigenverantwortung getan.


3.Wie kommen die Yogakurse bei den Studierenden an?

Der Kurs wurde bisher immer gut angenommen, ob von Studierenden, die gleich ihre eigene Yogamatte mitbringen, oder kompletten Neulingen. Manchmal denke ich allerdings, daß der Wunsch nach einem schnellen Erfolg, zum Beispiel „Ich bin gestresst, ich möchte ruhiger werden“ sich nicht gleich einstellt. Yoga ist immer wieder eine Herausforderung an die Teilnehmer, denn es erfordert Gedult. Die Asanapraxis kann uns lehren, daß nicht immer alles in unserer Hand liegt.

Fazit:
Jeder von uns muss sicher seinen ganz eigenen Weg zur Stressbewältigung finden, doch es hilft, sich aus verschiedenen Richtungen Inspirationen und Ideen zu holen. Ich selbst war überrascht, wie gut es mir in den anderthalb Stunden gelungen ist, meine Einkaufsliste, Hausarbeitsideen und WG-Putzpläne ein bisschen beiseite zu schieben, um näher bei mir selbst zu sein.

Info:
Die Yoga Kurse des SWFR werden jedes Semester unter der Kategorie Seminare angeboten.
Kursdauer: 10 x 1,5 Stunden
Teilnahmegebühr: 40 €

Asanas = ruhige Körperstellungen, die bewusst eingenommen und ausgelöst, sowie durch den Atem unterstützt werden

zum Weiterlesen:

Warum Yoga: Über Praxis, Konzepte und Hintergründe, Imogen Dalmann

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