Was macht eigentlich…

… der Leiter der Abteilung Technik des Facility Managements des Studierendenwerks? Kurz gesagt: eine ganze Menge. Gerd Hohwieler ist als technischer Leiter für die Betreuung der Wohnheime und damit für ca. 4500 Wohneinheiten zuständig. Seine Aufgaben liegen in erster Linie im organisatorischen Bereich, darin seine Hausmeister, Gärtner, Putzkräfte und Aushilfen da einzuteilen, wo sie gebraucht werden. Gleichzeitig obliegt ihm die Verantwortung für den zentralen Einkauf und damit für Ausschreibungen über Großeinkäufe und die Beschaffung von Matratzen, Kühlschränken oder Stühlen – von den Dingen eben, die in einem Wohnheim gebraucht werden.

Der Arbeitstag von Gerd Hohwieler beginnt irgendwann zwischen halb sieben und sieben Uhr morgens, zu einer Zeit also, zu der er noch der erste im Büro ist und deshalb genug Ruhe für einen Überblick über die anstehenden Dinge des Tages hat. Aber die Ruhe hat er auch in stressigeren Situationen. Kein Wunder, schließlich macht er den Job auch seit 23 Jahren. Beworben hatte er sich auf eine Stelle beim damals noch Studentenwerk, die einen Maler- und Lackierermeister gesucht haben. Er hat dann 10 Jahre als stellvertretender Leiter des technischen Hausdienstes gearbeitet und nun seit 13 Jahren als Leiter, was eine Tätigkeit bedeutet, die zu 80% im Büro stattfindet. Ob sich da nicht auch Routine einstellt? In gewisser Weise sicher schon, aber trotzdem passieren an jedem Tag ungeahnte Dinge. Sich was vornehmen für den Tag, das kann man zwar machen, sagt Hohwieler, aber klappen wird das kaum.

Was ihm besonders an seinem Job gefällt, frage ich. Die Antwort kommIMG_1251t schnell und eindeutig: „Die jungen Leute, die Studierenden, der Multikulti“. Die Studierenden können jederzeit vorbeikommen, wenn sie Fragen oder Probleme haben. Es geht ihm darum, dass die Studierenden sich wohlfühlen. Auch deshalb setzt er lieber eine Studentin oder einen Studenten zu Beginn des Semesters an die Schlüsselausgabe, statt es selbst zu machen. Das sei für die Neuankömmlinge wesentlich angenehmer, wenn ihnen da gleich jemand auf Augenhöhe begegnet und vor allem können die Studierenden auch ganz andere Fragen beantworten. Mit einem Lachen fügt er hinzu: „Außerdem haben viele Angst vor mir, vielleicht wegen meiner tiefen Stimme, aber eigentlich bin ich ganz nett“.

Dann fällt ihm wieder eine Anekdote ein, wie ihn ein Student auf starken Verwesungsgeruch in einem Zimmer aufmerksam gemacht hat. „Da ist bestimmt jemand gestorben!“, meinte er. Hohwieler hat sich das besagte Zimmer angesehen und ist zurück zu dem Studenten: „Ja, da ist tatsächlich jemand gestorben“. In diesem Fall war es der Karpfen eines Mitbewohners.

Und ansonsten? Wenn er irgendwann mal nicht mehr arbeitet, dann will er ein Buch schreiben, über all die Dinge, die er in seinem Job erlebt hat. Genug zu erzählen gäbe es da auf jeden Fall.

Aber so bald wird Gerd Hohwieler seine Memoiren nicht schreiben, weil er noch viele Jahre in diesem Beruf arbeiten will und alles in allem einfach „wunschlos glücklich“ ist, solange es den Studierenden gut geht.

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