Wer kümmert sich eigentlich um…

…Die Vermittlung der ausländischen „Festzimmer“ in den SWFR-Wohnheimen?

Mit einem breiten Grinsen sitzt Uwe Divora an seinem Schreibtisch in Zimmer 104 der Wohnraumverwaltung im ersten Stock des SWFR. Vor ihm dampft eine Tasse Tee, die er „wie viele hier auf dem Stockwerk“ dem Kaffee definitiv vorzöge. Der beruhigenden Wirkung wegen? Mag man sich fragen, wissend wie sich zu den Sprechstundenzeiten der Wohnheimverwaltenden duzende erwartungsvolle Studierende in den Gängen drängen. Bei Uwe Divora füllt sich vor Semesterbeginn vor allem der E-Mail-Ordner, denn die Studierende, für die er verantwortlich ist, befinden sich zu dieser Zeit noch im Ausland.

Arbeitsalltag und ungewöhnliche Anfragen

Seit über zehn Jahren arbeitet der gelernte Bürokaufmann nun schon im Studierendenwerk und obwohl sein Job zum größten Teil aus dem Beantworten von E-Mails besteht, wird es ihm bis heute nicht langweilig.
Das International Office sendet Divora jedes Semester eine Liste mit den Namen ausländischer Studierender, die ein Zimmer in einem der zehn Freiburger Wohnheime bekommen sollen. 500 feste Zimmer nämlich sind es, die alle sechs bis zwölf Monate vor allem an Erasmus- und Austauschstudierende vergeben werden. Dass nicht er, sondern das International Office im Vorhinein auswählt, welche Bewerber überhaupt Anspruch auf ein Wohnheimzimmer bekommen, darüber ist Divora sehr froh. So muss er keine Absagen mehr versenden, sondern verteilt die Zimmer in den Wohnheimen eben an die ausländischen Studierenden, welche sicher einen Platz haben. Dabei gibt er sich die größte Mühe, auf individuelle Wünsche Rücksicht zu nehmen. Diese Wünsche reichen von den Anfragen enger Freunde, die im selben Wohnheim untergebracht werden möchten, bis hin zu Anrufen besorgter Mütter, die der festen Überzeugung sind, ihr Schützling würde ausschließlich in einem Einzelapartment einen erfüllten Auslandsaufenthalt erleben.

Kulturschocksprechstunden

Als Voraussetzung für seinen Job nennt Divora ganz klar Empathie. Man würde schon ab und an mit der ein oder anderen Ausnahmesituation konfrontiert und nicht selten sei seine Sprechstunde Anlaufstelle für kulturgeschockte Neustudierende während ihrer ersten Woche in Freiburg. Auch skurrile Geschichten ereignen sich in seinem Arbeitsalltag, so zum Beispiel die E-Mail einer Koreanerin, die berichtete, ihr Zimmer zwar nett zu finden, allerdings störe sie das „zugebaute“ Fenster ein wenig. Wie sich herausstellte, hatte sie lediglich Schwierigkeiten mit der Bedienung eines deutschen Rollladenstabs und es benötigte nur einem kurzen Besuch des Wohnheimhausmeisters, um ihr schließlich das lang ersehnte Tageslicht ermöglichen.

Vermitteln bei WG-Problemen

Bei Problemsituationen in den Wohnheimen kann Uwe Divora auch von Freiburger Studierenden kontaktiert werden. Schwierigkeiten entstünden vor allem in der Anfangsphase des Aufenthalts, in der sich die ausländischen Studierenden erstmal an all die neuen Eindrücke gewöhnen müssten. Dass der WG-Putzplan dabei vielleicht nicht die höchste Priorität habe sei irgendwo auch verständlich. Meist würden alle Angelegenheiten aber WG-intern geklärt, und er müsse nur selten als Vermittler einspringen. Trotzdem betont Divora, dass er sich wünsche, dass sich alle Beteiligten in ihren Wohnungen wohlfühlen und er gerne versucht, dazu beizutragen.

Uwe Divoras Grinsen ist bis zum Ende unseres Gesprächs nicht abgeklungen, ich sprach mit Jemandem, der seinen Job wirklich zu mögen scheint. Sei es wegen lustiger Anekdoten aus dem Arbeitsalltag oder dem herzlichen und ernst gemeinten „Thank you“ mit dem seine Bemühungen nicht selten belohnt werden.

Kontakt:
divora@swfr.de

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