Wer kümmert sich eigentlich um…

… die Stusie-Anlage? Nachdem ich euch in meinem letzten Beitrag den Leiter der Abteilung Technik des Facility Managements des Studierendenwerks vorgestellt habe, geht es heute um Guillin Piere, den Gärtner der Stusie. Wer die Stusie kennt, weiß, dass das Gelände ziemlich groß ist und seit 18 Jahren kümmert sich Guillin Piere hier um Bäume, Sträucher, Rasenflächen, aber auch Parkplätze, Fahrradkäfige und den Spielplatz.

Montags startet Piere immer mit dem großen Kontrollgang über das Gelände. Ist alles so, wie es sein soll? Liegt irgendwo Müll herum? Stehen irgendwo Äste über?

Logischerweise variiert die Arbeit des Gärtners mit den Jahreszeiten. Noch sind es die wintertypischen Arbeiten, die Pieres Tag bestimmen. Dazu gehört vor allem das Schneiden von Sträuchern und Bäumen, so dass nichts übersteht, die Sicht blockiert aber gleichzeitig auch so, dass es ordentlich und schön aussieht.

Außerdem sorgt er dafür, dass die Parkplätze sauber sind und keine Glasscherben herumliegen. Glasscherben kehren gehört dabei nicht unbedingt zu seinen favorisierten Aufgaben, genauso wenig wie Müll picken. „Wenn ich will, dann kann ich vier Stunden mit einem Eimer herumlaufen“, sagt er, ist sich aber gleichzeitig sicher, dass sich das Müllaufkommen nur schwerlich reduzieren lässt. Die Müllgeschichte kostet in erster Linie Zeit, Zeit, in der er beispielsweise auch fünf Sträucher hätte schneiden können.

Bei so einer großen Anlage ist ein gewisser Pragmatismus auch ganz wichtig. So pflanzt Piere im Frühling weniger Blumen, die zwar blühen, aber eben auch eine Menge Arbeit machen, stattdessen pflanzt er, gemeinsam mit einem Helfer, lieber unkomplizierte Sträucher wie Kirschlorbeer. Die begrünen die Anlagen auch, brauchen aber keine so intensive Pflege.

Die beste Jahreszeit zum Arbeiten ist für Piere der Sommer. Nicht unbedingt dann, wenn es 35°C warm ist, aber bei 25°C den Rasen mähen oder die Hecke schneiden, bis alles gut und vor allem sauber aussieht, das gefällt ihm besonders an seinem Job. Insbesondere seitdem er den neuen Rasenmäher hat, mit dem er, wenn alles gut läuft und er fit ist, die gesamten Rasenflächen seines Zuständigkeitsbereiches in zwei Tagen schafft.

Aber gerade damit die Maschinen im Sommer ihren Dienst zuverlässig erfüllen, ist der Winter wichtig. In den kalten Monaten geht es neben dem Beschneiden von Bäumen und Sträuchern primär darum, die Maschinen in Ordnung oder eben die Fahrradkäfige sauber zu halten – eine klassische Regentätigkeit. Auf jeden Fall ist immer was zu tun und der Winter keinesfalls eine Leerlaufjahreszeit.

Aber wie wird man eigentlich Gärtner beim Studierendenwerk? Ganz klassisch, man bewirbt sich auf eine Anzeige als Landschaftsgärtner und wird genommen. Davor hat Piere bei der Stadtbau gearbeitet und noch früher in einer Kurklinik, wo es unter anderem auch zu seinen Aufgaben gehörte, Patientinnen und Patienten zu fahren. Da er aber am liebsten Anlagenpflege macht, ist sein derzeitiger Beruf quasi perfekt, auch wenn er vor allem aus Kontrollen besteht. Da muss er dann auch schon mal zu den Studierenden gehen und sie bitten die Balkone oder Terrassen sauber zu machen. Aber das ist kein Problem, sagt er, in der Regel machen die Studierenden das dann auch.

Wirklich planen lassen sich die Arbeitstage eines Gärtners in der Stusie kaum, am ehesten noch im Sommer, aber es ist schon wichtig, meint Piere, einen Rhythmus zu haben und zu wissen, was wann sinnvoll und wichtig wäre. Aber langweilig wird die Arbeit nie und das ist auch gut so.

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