Alles im Griff – Boulderkurs für Anfänger

Wie wir im Anfängerkurs erfuhren wie man möglichst kraftsparend eine Wand erklimmt, dass sich in Kletterschuhen die Zehen nach unten krümmen müssen und dass „spotten“ beim Bouldern nichts mit einer Datingplatform zu tun hat.

Mittwoch Abend, 19 Uhr. Im Rieselfelder Blockhaus haben sich sechs junge Boulderanfängerinnen unter die Kletterbegeisterten gemischt. Zusätzlich mit dabei: Arne Sauer, Erlebnispädagoge und erfahrener Boulderer, der neben dem Studierendenwerk auch Kurse des Allgemeinen Hochschulsports leitet.

„Die sind zu klein.“ sagt Linn, eine der Teilnehmerinnen beim Schuhausleihen und wird prompt aufgeklärt, dass Kletterschuhe zwar nicht wehtun sollen, sich aber für Unerfahrene durchaus ungewohnt eng anfühlen müssen. „Das sind keine Laufschuhe, bei zunehmender Erfahrung sogar nicht einmal Sitzschuhe“, erklärt Arne. An der Wand bräuchte man optimalen „Griff“ und Spannung und das ginge nicht mit Luft in den Schuhen. Als das Schuhproblem also gelöst ist, folgt eine Führung in der vor einem Jahr eröffneten Halle und die macht so einiges her. 2400 m² Grundfläche, 1200m² Boulderfläche, viel helles Holz und alle Wände in ansprechenden Minttönen gehalten. Im Hintergrund motivieren stimmungsvolle Elektrobeats.

Nach dem Aufwärmen geht es an die Wand, wobei wir uns vorerst an die gelben, also leichten Boulderrouten halten. Arne zeigt uns dabei regelmäßig kleine technische Kniffs, wie das Klettern am langen Arm oder das Eindrehen. Diese Maßnahmen sollen Kraft sparen, anstrengend wird es aber trotzdem. Umso lohnender ist der Moment, indem man den Zielgriff erreicht. Wer es von dort nicht mehr ganz nach unten schafft, lässt sich nach ein paar Griffen auf die Weichmatten fallen, wobei auch hier das richtige Abrollen gelernt sein will. Das Sichern durch eine zweite Person am Boden wird beim Bouldern übrigens „spotten“ genannt, und soll unerwartete Stürze etwas abfedern.

Mit fortgeschrittener Kurszeit verteilen sich die Kursteilnehmerinnen immer weiter durch die Halle und erkunden neue Routen. Nach etwas Einzelanleitung von Arne sind meine Teampartnerin und ich ein bisschen stolz, als wir es schaffen, eine grüne (etwas schwerere Route) mit kleinem Überhang zu erklimmen. „Für mich ist Bouldern die Essenz vom Klettern. Es geht darum, knifflige Bewegungen schön auszuführen.“ sagt Arne zum Ende des Kurses und hat bei einigen der Kursteilnehmerinnen das Bouldereifer geweckt.

Info:

Der dreistündige Kurs „Bouldern für Anfänger“ wird meist einmal pro Semester angeboten. Dass an diesem Kurs nur Frauen teilnahmen war Zufall.

Für Fortgeschrittene könnte der Kurs „Bouldern am Fels“ im Juni reizvoll sein.

Der Link zum Blockhaus Freiburg.

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