Der Energiesparwettbewerb kommt zu einem Ende, doch was nun?

Wie in den anderen Artikeln bereits ausführlich beschrieben wurde, kam der Wettbewerb zu einem Ende und die Gewinner wurden gekürt. Es stellt sich dennoch die Frage wie es nun weitergeht, was bleibt und wie der Wettbewerb zu bewerten ist. Mit dem Abschluss des Wettbewerbs gab es eine Abschlussbesprechung und es wurden die Perspektiven angesprochen.

Alle sind sich einig, dass der Upcycling Wettbewerb das nachhaltigste Ergebnis des Wettbewerbs stellt. Die Bewohner tragen hier einen offensichtlichen Mehrnutzen durch nun reparierte Fahrräder, neue Blumenbeete oder Bänke auf dem Wohnheimsgelände. Sie werden täglich daran erinnert und hoffentlich auch dazu motiviert ähnliche Arbeit in Zukunft fortzusetzen.

Außerdem hat der Energiesparwettbewerb auch ganz ungeplante, doch auf jeden Fall gewollte Nebeneffekte mit sich gezogen. So haben sich einige Bastelgruppen gefunden, es wurde ein neuer Kompost eingerichtet und auch neue Gartentutorate haben sich gebildet. Hiervon werden die Wohnheimgemeinschaften auch in Zukunft einen größeren Nutzen ziehen.

Der Energiesparwettbewerb selbst wird jedoch wohl größere Schwierigkeiten haben in Erinnerung zu bleiben. Dies liegt an verschiedenen Aspekten. Zum einen fiel die Mobilisation in manchen Wohnheimen schwer und somit wurde nicht das ganze Potential ausgeschöpft. Zum Anderen fehlt in den Wohnheimen auch die allgegenwärtige Erinnerung. Während sich die meisten Bewohner über die Notwendigkeit eines bewussteren Energieverbrauchs im Klaren sind, fehlen doch oft die Anreize und die Konsequenzen sind den meisten doch nicht allgegenwärtig. Ein kontinuierliches Update bezüglich des Wasser-, Strom- und Gasverbrauchs könnte hier Abhilfe leisten.

Einen ähnlichen Wettbewerb mit den selben Erfolgsmaßstäben wird wohl auch schwer umsetzbar sein. Das Energiesparpotenzial ist vor Allem in den neueren Wohnheimen durch die vorbildliche Bauweise schon sehr begrenzt. Es müssten andere Maßstäbe gesetzt werden und der Fokus sollte auch nicht nur auf den messbaren Aspekten liegen. So sollte beispielweise vielmehr auch auf die Mülltrennung, den Lebensmittelkonsum und ähnliches eingegangen werden. Diese sind sicherlich schwer messbar, doch stellen sie ein großes Energieeinsparpotenzial dar. Ein konkreter Ansatzpunkt wäre zum Beispiel die Einführung von Biomülltonnen oder auch Komposthaufen.

Die Einführung von Energiespartutoren könnte diese Anliegen auch in Zukunft vermitteln. Hierbei muss keinesfalls ein Wettbewerb im Vordergrund stehen, sondern das langfristige Potenzial und die Sensibilisierung sollten im Vordergrund stehen. Diese Tutoren könnten beispielsweise die Energiespartipps fortsetzen, über den Energieverbrauch aufklären, gemeinsame Events unter dem Energiesparmotto organisieren und ähnliches.

Wir Wettbewerbstutoren sehen in dem Wettbewerb den Grundstein für ein hoffentlich nachhaltigeres Umsetzen dieser Energiesparziele. Mit Unterstützung der Wohnheims- und Dorfräte, sowie von Seiten des SWFR kann sicherlich einiges verändert werden. Während die Bauweise und Einrichtungen schon vorbildlich sind, so würden Biotonnen, Komposthaufen und Gärten schon einen großen Schritt in Richtung nachhaltiges Leben bedeuten.

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