Eine gute Moderation wie immer

Simon Waldenspuhl wird den Freiburger Kleinkunstpreis 2017 zum dritten Mal moderieren. Im Interview mit Hanno Müller erzählt, was die Zuschauer dieses Jahr erwarten dürfen, welche Erlebnisse der letzten beiden Jahren für ihn besonders einprägsam waren und warum er immer wieder von den Künstlern beeindruckt ist.

Was dürfen die Zuschauer vom diesjährigen Kleinkunstpreis erwarten?
(lacht) Eine gute Moderation wie immer.

Und von den Künstlern?
Letztes Jahr gab es viel Musik-Comedy, das Jahr davor mehr Standup. Der Einsendeschluss der Bewerbungen für den Kleinkunstpreis 2017 ist erst am 29. September. Ich kann deshalb noch nicht sagen, wer auf der Bühne stehen wird.

Gibt es Erlebnisse der letzten beiden Jahre, die besonders einprägsam für dich waren?
Ich selber sehe die Auftritte ja nicht richtig, ich sitze hinter der Bühne in meinem Kämmerchen. Dennoch hat mir letztes Jahr Lukas Mak besonders gut gefallen. Er hat mich ein wenig an Helge Schneider erinnert. Das war so ein wenig dadaistisch. Bei Lukas Mak hat man richtig gemerkt, dass das nicht nur so anarchistisches Geklimper auf dem Klavier gewesen ist, er hat ja auch getanzt und gesungen. Das war richtig professionell.

Gab es auch mal einen Künstler, den du richtig scheiße fandest?
Ja klar. Es gibt immer gute und schlechte Künstler und die schlechten Künstler müssen auch mal auf der Bühne stehen und erfahren, dass sie nicht gut ankommen – aber manchmal kommen auch schlechte Künstler gut an wie zum Beispiel Mario Barth.

Simon Waldenspuhl absolviert beim Studierendenwerk eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann und moderiert den Kleinkunstpreis.

Von studentischer Kunst erwarte ich prinzipiell eher weniger. Ich bin dann teilweise richtig überrascht, was da für Leute mitmachen und ich freue mich umso mehr, wenn jemand auf der Bühne steht, der echt klasse ist.

Kommen die Gewinner der Kleinkunstpreis später groß raus?
Der Wettbewerb ist eher lokal. Er hilft den Künstlern aber, sich zu vernetzen und Werbung für sich selbst zu machen. In der Badischen Zeitung erscheint danach immer ein kleiner Bericht und der Gewinner bekommt einen Folgeauftritt bei uns in der MensaBar. Die Künstler bekommen gute Kritik von der Jury und sie können die Jury auch im Nachhinein ansprechen. Das ist wertvolles Feedback. Außerdem bekommt der Gewinner 500 Euro. Junge Künstler müssen ja häufig umsonst auftreten und weite Strecken bis zu den Veranstaltungsorten fahren. Da ist das Preisgeld schon eine große Hilfe.

Für den Wettbewerb 2015 hast Du selber Werbespots gedreht.
Ich fand die megageil. Die kamen aber nicht so gut an. Wenn jemand sowas mal auf der Bühne macht, würde ich mich freuen. Der wird damit zwar nicht gewinnen, aber ich würde mich amüsieren.

Hättest du denn selber Lust, einmal beim Kleinkunstpreis mitzumachen?
Nein. Das ist nicht meins.

Was zeichnet dich als Moderator aus?
Ich bin ein bisschen unerfahren, aber ich kann das ganz gut mit markigen Sprüchen kaschieren. Das Publikum mag das ganz gerne. Ich stehe ja nur einmal im Jahr als Moderator auf der Bühne und bin das Moderieren nicht gewohnt, aber es macht mir immer Spaß.

 

Info

Freiburger Kleinkunstpreis für Studierende 2017
Bewerbungsschluss: 29.9.17
Wettbewerbsabend am 12.11.17 um 19 Uhr im Vorderhaus, Habsburgerstraße 9, Freiburg
Mehr Infos: www.swfr.de/freizeit/kultur/kleinkunst/

Ein Gedanke zu “Eine gute Moderation wie immer

Was denkst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s