Presence – Eine Konzertperformance während der Freiburger Museumsnacht

Unkonventionell und frisch wollen Studierende der Musikhochschule bei der Museumsnacht am 22. Juli ein Konzert inszenieren. Unter dem Titel „Presence“ führen sie unter anderem „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert auf und lassen dabei nicht nur ihre Instrumente, sondern den ganzen Innenhof des Museum Natur und Mensch erklingen.

 

Eigens für die Aufführung im Museum Natur und Mensch hat Carlos Cardenas „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert bearbeitet. Wie ein roter Faden zieht sich das Stück durch die Veranstaltung und verbindet nicht nur verschiedene Werke zu einem Ganzen, sondern greift auch eines der derzeitigen Ausstellungsthemen im Museum auf, nämlich das Thema des Todes.

Das romantische Werk sei eigentlich für ein Streichquartett geschrieben, sagt Cardenas, aber er habe es umgeschrieben für Klarinette, Gitarre, Geige und Kontrabass. Studierende der Musikhochschule sollen die bearbeitete Version bei der Freiburger Museumsnacht im Innenhof des Museums um 19 Uhr uraufführen. Um 22 Uhr findet eine zweite Aufführung statt.

Carlos Candenas hat Komposition und Filmmusik in Freiburg studiert.

Die Architektur des Innenhofs stelle dabei eine „musikalische Herausforderung“ dar, sagt Cardenas, der an der Freiburger Musikhochschule Komposition studiert hat. Vor allem die Gitarre erhalte durch die Reflexion der Wände einen besonderen Klang. Ein Verstärker soll die Gitarre deshalb deutlicher zur Geltung bringen.

Auf der anderen Seite beziehen die Musizierenden die Architektur des Innenhofes ganz bewusst mit in die Aufführung ein. So spielt die Schlagzeugerin eine Improvisation auf dem stählernen Treppengeländer, dass zwischen den Mauern emporstrebt. „Wir möchten den ganzen Innenhof zum Klingen bringen“, sagt Nina Amon, Dozentin an der Musikhochschule. Sie hat das Konzept des Konzertes mit Seminarteilnehmenden im Bereich Musikvermittlung entworfen.

Ziel des Konzertes ist es, mit den traditionellen Gewohnheiten zu brechen, um ein neues Publikum zu erreichen. So können sich die Zuhörenden während des Konzerts über den Innenhof bewegen, rauchen, essen und trinken – ähnlich wie bei dem ausverkauften Dream On Konzert im Augustinermuseum, wo das Publikum auf Matratzen und weichen Kissen auf dem Boden lag.

Die Schlagzeugerin wird auf dem Treppengeländer ein Schlagzeugsolo improvisieren.

 

Minhyak Choi nimmt zum widerholten Mal bei dem Musikvermittlungsseminar teil. Er spielte schon bei Dream On mit und wird auch bei Presence die Saiten seiner Gitarre erklingen lassen. Choi, der sich für alternative Konzertformate interessiert, möchte auch nach dem Abschluss seines Studiums in dem zukunftsträchtigen Bereich der Musikvermittlung arbeiten: „Ich mache diese Projekte gerne.“

Das Konzert richtet sich sowohl an musikalische Laien als auch erfahrene Hörer. Wer sich das Konzert anhören möchte, sollte lediglich ein wenig Neugierde und Aufgeschlossenheit gegenüber Unkonventionellem mitbringen. Da die Veranstalter davon ausgehen, dass das Konzert gut besucht wird, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Ort zu sein, um einen guten Platz zu erhaschen, „wenn der ganze Innenhof des Museums zum Konzertsaal wird“, wie der Veranstalter verspricht.

 

Info

Was: Konzertperformance „Presence“
Wo: Innenhof des Museum Natur und Mensch
Wann: 22.7. Uraufführung um 19 Uhr, zweite Aufführung um 22 Uhr

 

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