Das erste Mal beim Beerpong in der StuSie: Erst einbechern und dann einen bechern

Draußen klirrende Kälte, drinnen rote Gesichter und erhitzte Gemüter. Es ist wieder Beerpong-Zeit. Rund 400 Flaschen Bier werden dienstags im T.I.K. Club in der Sundgauallee 36 verspielt.

von Barbara Laner und Linda Widmann

Linda und Barbara sind heute zum ersten Mal dabei. Am Eingang bekommen sie eine Startnummer auf die Hand geschrieben. Danach beginnt die Suche nach einem möglichst kreativen Teamnamen. An der Kasse bezahlen sie die Teilnahmegebühr von 10 Euro und melden sich mit ihrem Namen „die Wissensdurstigen“ an. Durch den Raum schwirren Namen wie „Schwarzwälder Kirschtorten“, „Dynamo Dosenbier“, „Ingo ohne Flamingo“, „Trinkerbells“, „SV Leberschaden“ oder „Letzter Wille 4 Promille“. Die Mädels freuen sich auf einen flüssigen Abend mit viel Spannung und Spaß.

Früh da zu sein lohnt sich. Der Andrang ist groß und bald sind viele enttäuschte Gesichter zu sehen. Sie gehören heute nicht zu den 50 teilnehmenden Teams und dürfen beim großen Turnier nur anfeuern und nicht selbst mitspielen. Doch auch Besucher, Trainer und stille Beobachter, die Tricks abschauen wollen, sind jeden Dienstag mit dabei.

Langsam kocht der Saal mit den 25 aufgebauten Tischen. Roland, der Moderator, ist seit vielen Semestern dabei. „Beerpong verbindet in einer feucht-fröhlichen und entspannten Atmosphäre alle: Jung und Alt sowie Studierende aller Nationen“, erklärt er.

Mit einer Präsentation eröffnet Roland den Abend und erklärt die Regeln der Schlacht. Beim Beerpong geht es darum, Ping-Pong-Bälle längs über einen Tisch auf eine Dreiecksformation von Bechern zu werfen. Diese zehn Becher sind mit Bier befüllt. Jeder getroffene Becher muss von der gegnerischen Mannschaft ausgetrunken werden. Gewonnen hat die Mannschaft, die nach Ablauf der Zeit noch am meisten Becher vor sich stehen hat. Zuerst gibt es eine Vorrunde mit drei Spielen, die jeweils 12 Minuten dauern. Auch als Anfänger ist so eine Mindestzahl an Spielen garantiert. Es folgt eine Hauptrunde der besten 16 Teams. Hier wird nach dem K.o.-System mit Achtel-, Viertel-, und Halbfinale gespielt. Am Ende stehen als Highlight das Finale und das Spiel um den dritten Platz. Für die drei besten Teams gibt es jede Woche Gutscheine für die Bar zu gewinnen. Die Gewinner haben außerdem einen Startplatz für die darauffolgende Woche garantiert und können so ihren Titel verteidigen.

Nachdem alle Becher mit Bier befüllt sind, geht es los. In der ersten Runde spielen Barbara und Linda gegen zwei routinierte Beerpong-Profis, die jeden Mittwochmorgen nur mit großen Schwierigkeiten den Weg aus dem Bett in die Uni finden. Diese Erfahrung zahlt sich aus, und so muss das Anfängerteam niedergeschlagen das Ergebnis der ersten Begegnung bei Roland melden.

Zwischen den Runden kann fleißig trainiert werden.

Sogleich erscheint die Niederlage in der Tabelle, die parallel zum Turnier immer auf einer großen Leinwand zu sehen ist. „Das Anfängerglück meinte es nicht gut mit uns“, seufzt Linda. Nach weiteren zwei Spielen in der Vorrunde ist der Spielespaß für die Beiden leider vorbei. Sie bleiben noch, genießen die gute Stimmung und feuern andere Teams an. Vielleicht klappt es nächstes Mal ja besser.

Autorinnen: Barbara Laner und Linda Widmann,BOK-Seminar: Einführung in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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