Wenn an Weihnachten Welten aufeinanderprallen

Auch wenn man an Weihnachten alte Freunde und Familie wiedersieht, so bleiben nicht alle Begegnungen in guter Erinnerung. Manchmal, wenn sich die Familie zusammenfindet, treffen die unterschiedlichsten Charaktere und Meinungen aufeinander. Da kann es auch mal sein, dass jemand dabei ist, der sich menschenfeindlich und/oder rassistisch äußert. Hier gibt’s ein paar Tipps, wie man am besten mit solchen Situationen umgehen kann.

von Anna Bennecke

Die meisten Studierenden machen sich an den Feiertagen in die Heimat auf, um Weihnachten mit ihren Lieben zu verbringen. Doch für viele bedeutet diese Zeit nicht nur entspannen und Plätzchen essen. Immer mehr Kommilitonen berichten von einem ganz speziellen Stressfaktor. Egal ob Onkel Thomas, Oma Frieda oder Cousin Michael, sie alle haben eins gemeinsam: Keine Unterhaltung kommt ohne eine menschenfeindliche oder rassistische Bemerkung aus.

Und so schnell steht man vor einer wichtigen Entscheidung: Dagegenhalten oder es einfach über sich ergehen lassen? Und wie verhält man sich, wenn es eben doch nicht geht, das „Bleibenlassen“?

Keine Frage: mit aufgebrachtem Gegenzetern lässt sich nicht viel erreichen. Es geht auch nicht darum, seinen Gesprächspartner seine Meinung aufzudrücken. Viel mehr wäre es ein Versuch wert, nachzufragen, was derjenige genau mit seiner Anschuldigung meint. Außerdem sollte man darauf aus sein, das Ganze auf eine sachlichere Ebene zu verlagern.

Wie man tatsächlich diese noch ziemlich vagen Überlegungen in die Tat umsetzt, ist oft kein leichtes Unterfangen. As diesem Grund wurde die Initiative „Kleiner Fünf“ ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, sich klar gegen rechtspopulistisches und menschenfeindliches Gedankengut zu positionieren und sich stark zu machen für eine demokratische und weltoffene Zukunft. Das wollen sie auch mit ihrem Namen ausdrücken, nämlich Parteien, die sich mit diesen Werten identifizieren unterhalb der fünf Prozent Hürde zu halten, damit sie nicht in den Bundestag einziehen können.

Neben anderen Projekten hat es sich „Kleiner Fünf“ zur Aufgabe gemacht, Menschen zu ermutigen, sich vor allem in ihrem unmittelbaren Umfeld höflich aber bestimmt gegen Hass und Menschenfeindlichkeit auszusprechen. Dafür wurden Gesprächsleitfäden entwickelt, die man sich schon vor dem anstehenden Weihnachtsessen ansehen kann und die eine Hilfestellung für künftige Diskussion sein sollen. Außerdem bietet „Kleiner Fünf“ bei konkreten Fragen einen E-Mailservice an. Hier der Link zu der Homepage von „Kleiner Fünf“: www.kleinerfuenf.de

Um noch ein zweites Beispiel zu nennen, soll hier noch kurz die IG Metall Jugend angesprochen werden. Sie ist eine Jugendorganisation der IG Metall und setzt sich im Allgemeinen für Auszubildende, junge Unternehmer und Berufseinsteiger ein. Und auch, wenn das sich bis jetzt nicht danach anhört: Auch hier findet man ein paar hilfreiche Tipps, wie man gefühlsgeladene und aufgeheizte Gespräche souverän angeht, ohne selbst in eine Gefühlsfalle zu tappen. Hier der Link zu dem ausführlichen Flyer „Keine Panik! Ein Themenheft zu Vorurteilen und Gefühlen – und den Umgang damit“: www.respekt.tv

Weiterhin kann der Faktencheck von „ZEIT online“ hilfreich sein. In der Serie „Fakt oder Fake“ werden unterschiedliche Fragestellungen thematisiert und genauer unter die Lupe genommen: www.zeit.de/serie/fakt-oder-fake

Mit diesen und noch vielen weiteren hilfreichen Seiten im Internet fällt es hoffentlich dieses Weihnachten ein bisschen leichter, seine Meinung zu äußern und auch mal Kontra zu geben, damit rassistische oder andere diskriminierende Aussagen nicht einfach so stehen bleiben.

Autorin: Anna Bennecke,BOK-Seminar: Einführung in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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