875 neue Wohnheimplätze für Studierende – Nachverdichtung der Studentensiedlung am Seepark

Das Studierendenwerk Freiburg schafft 875 neue Wohnheimplätze für Studierende. Bis circa März 2023 sollen in der Studentensiedlung am Seepark (StuSie) vier bestehende Wohnheime abgerissen und dafür mehrere fünf- bis elfstöckige Wohnhäuser gebaut werden. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert das großangelegte Bauprojekt.

Der Seepark zählt zu Freiburgs schönsten Parkanlagen. Im Sommer breiten Badegäste ihre Decken am Ufer des Flückigersees aus, Jugendliche springen von der Brücke ins kühle Nass und abends spielen Musiker auf der Seebühne. Schweift der Blick über das Panorama der Parkanlage, trifft er auf die Häuser der StuSie. Mitten im Grün wohnen hier zahlreiche Studierende in Wohnheimen des Studierendenwerks. Der Standort ist ideal und soll jetzt noch effizienter genutzt werden.

Der Entwurf des Architektenbüros K9 verspricht günstiges Wohnen bei hoher Lebensqualität.

Damit die Parkanlage der StuSie weiterhin erhalten bleibt, sollen die vorhandenen Grünflächen nicht einfach mit weiteren Häusern bebaut werden. Stattdessen sieht der Bauplan vor, vier bestehende Wohnheime abzureißen und durch neue, höhere Gebäude zu ersetzen. Das Architektenbüro K9 aus Freiburg hat die neuen Gebäude entwurfen und sich dabei an den bereits bestehenden orientiert. Somit bleibt der charakteristische Mix von studentischem Wohnraum und parkartigen Grünanlagen bestehen.

Am 4. April feierten die an diesem Projekt beteiligten Institutionen den Beginn des auf 70 Millionen Euro angesetzten Bauvorhabens mit einem offiziellen Spatenstich (siehe Titelbild). So wies Clemens Metz, Geschäftsführer des Studierendenwerks, in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass der Grundstein für die StuSie bereits in den 60er-Jahren gelegt wurde: Ansteigende Studierendenzahlen erhöhten die Nachfrage nach günstigem Wohnraum. Die StuSie sollte diese Anfrage bedienen.

Clemens Metz betonte bei schönstem Wetter, dass die Studierenden in der StuSie „ein Stück Heim auf Zeit“ finden sollen.

Die StuSie sollte jedoch nicht nur günstigen Wohnraum schaffen, sondern gleichzeitig auch den „Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden“ ermöglichen, sagte Metz. So beinhaltete sie neben Studentenwohnheimen auch Professorenbungalows und zehn Assistentenwohnungen.

„Baden-Württemberg hat die beste Versorgungsquote mit Wohnheimplätzen aller westdeutschen Flächenländer“, sagte Theresia Bauer.

Theresia Bauer, Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, zeigte sich erfreut über den ökologischen Ansatz des Bauvorhabens. Damit spielte sie an auf die Niedrigenergiebauweise der geplanten Wohnheime. Diese würden aber nicht nur aufgrund des ökologischen Ansatzes eine Bereicherung für die Stadt Freiburg darstellen, fuhr Bauer fort: „Die hier entstehenden Neubauten bedeuten nicht nur mehr Wohnraum zu erschwinglichen Mieten für Studierende, sondern sind zugleich eine erhebliche Entlastung des Wohnungsmarkts in dieser pulsierenden Stadt“. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert das Projekt mit 7 Millionen Euro. Somit stellt es ein Zehntel der veranschlagten Baukosten. Die finanzielle Unterstützung versteht sich auch als Investition in die Zukunft.

Auch OB-Kandidatin Monika Stein beteiligte sich beim Spatenstich. Das Thema Wohnraum ist zentral bei den kommenden Wahlen.

Auch Hans-Jochen Schiewer hielt anlässlisch der Feierlichkeiten eine Rede. Der Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg betonte, dass die Nachverdichtung der StuSie dazu beitrage, den Universitäts-Standort Freiburg auszubauen und seine Rolle in Baden-Württemberg zu stärken.

Zahlreiche Vertreter der Presse, Mitarbeiter des Studierendenwerks und neugierige Gäste hatten sich zu der Veranstaltung eingefunden. Im Anschluss an die Reden schenkte das Studierendenwerk Sekt und Orangensaft aus. Auch das Wetter spielte mit: Strahlender Sonnenschein ließ erahnen, welchen Freizeitwert die Parkanlage der Stusie darstellt. Zum Abschluss klang die Veranstaltung in einem Gemeinschaftsraum der StuSie aus, in dem es Getränke, Essen und musikalische Untermalung gab.

Der Selbstanspruch des Studierendenwerks: bezahlbare Mieten für Studierende – denn jeder hat ein Recht auf Bildung.

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