Kleine Geschichtsstunde zum Tag der Deutschen Einheit

Jedes Jahr am 3. Oktober feiert Deutschland die Wiedervereinigung Ost- und Westdeutschlands. Auch dieses Jahr wird dieses wichtige Ereignis der deutschen Geschichte mit einem Festakt zelebriert – diesmal in Berlin. Doch wie kam es dazu und was waren die wichtigsten Ereignisse? Wir haben einen Überblick zusammengestellt.

Am 3. Oktober 1990 endeten die Beitrittsverhandlungen zwischen der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und der Bundesrepublik Deutschland (BRD) mit dem Beitritt der DDR zur BRD. Das Land war nach 41 Jahren Trennung offiziell wiedervereint. Doch bis zu dieser Wiedervereinigung war es ein langer und steiniger Weg.

Alles begann nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Deutschland in Besatzungszonen eingeteilt wurde. Während sich die Gebiete unter den Besatzungsmächten USA, Großbritannien und Frankreich am Westen orientierten, wurden die sowjetischen Besatzungsgebiete von der kommunistischen UdSSR beeinflusst. Die bereits vorher zu erkennenden Stoßrichtungen manifestierten sich schließlich 1949 mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland sowie der Deutschen Demokratischen Republik.

Deutschland wurde nun zum Mittelpunkt des Kalten Kriegs, dem atomaren Wettrüsten zwischen den Siegermächten USA und UdSSR, und war in stetiger Gefahr Schauplatz eines atomaren Krieges zu werden.

 

 

Die DDR umfasste die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Teile Berlins. Führende Partei der DDR war die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED).

Nach immer größer werdenden Unzufriedenheiten in der DDR und damit zusammenhängenden Auswanderungen in die BRD, fasste die kommunistische Regierung 1961 den radikalsten Schritt der deutsch-deutschen Trennung: Den Bau der Berliner Mauer. Sie grenzte die DDR von der anliegenden BRD ab, sodass Ein- und Ausreise fast unmöglich wurden.

Nun begannen teils waghalsige Fluchtversuche aus der DDR. So kennt wohl jeder das Bild des DDR-Soldaten, der zu Beginn des Mauerbaus ohne Hab und Gut über die provisorische Grenzinstallation springt, nur um noch in die BRD zu gelangen.

Im Laufe der Jahre wurde der Unmut in der DDR immer größer. Ab September 1989 formierten sich Bürger zu den sogenannten Montagsdemonstrationen, die erstmals in Leipzig stattfanden, sich dann aber schließlich über das ganze Land ausbreiteten. Mit dem Ruf „Wir sind das Volk“ protestierten tausende DDR-Bürger gegen das SED-Regime und für die Wiedervereinigung Deutschlands.

Schließlich wurde durch die Proteste die „friedliche Revolution“ eingeleitet. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 kündigt SED-Politbüromitglied Günter Schabowski in einer Pressekonferenz schließlich an, dass die Reiseblockaden zwischen West- und Ostdeutschland unverzüglich aufgehoben werden sollten. Daraufhin versammelten sich an den Grenzen Tausende DDR-Bürger und verlangten die Ausreise aus der DDR. Die überforderten und teils unwissenden DDR-Soldaten ließen die Bürger aufgrund der Menschenmassen schließlich gewähren. Die Mauer war gefallen!

Knapp ein Jahr später, am 3. Oktober 1990, wurde schließlich die deutsch-deutsche Wiedervereinigung endgültig besiegelt. Der 3. Oktober wurde als Tag der Deutschen Einheit zum gesetzlichen Feiertag erklärt und erinnert seitdem an die deutsche Wiedervereinigung. So wie heute!

Ein Gedanke zu “Kleine Geschichtsstunde zum Tag der Deutschen Einheit

  1. Wer „feiert“ denn hier die „deutsche Einheit“? Doch wohl nur die, die davon maximal profitiert haben, die obersten Damen und Herren in Staat und Regierung, die als Fettaugen auf dieser schleimigen, schmutzigen Einheitsbrühe obendrauf schwimmen. Das Volk? Wurde nicht gefragt! Nie wurde das Volk gefragt! Und nie hat das Volk der DDR darüber abgestimmt, welchen Weg es wählen will.

    Und „friedlich“ war diese (Rück-)Wende, diese ordinäre Konterrevolution, nur deshalb, weil die verantwortlichen Offiziere und Generäle nicht zu den Waffen griffen, nachdem der Antikommunist und Volksfeind, der kurz zuvor noch in Berlin seine „Treue zum Sozialismus“ bekundet hatte, gemeinsam mit seinen westlichen Kumpanen die DDR an die BRD auslieferte.

    Dieser Übergang in das westdeutsche kapitalistische Imperium war nicht nur die größte humanitäre Katastrophe für die Mehrheit der DDR-Bürger, sondern Teil der größten Katastrophe des 20. Jahrhunderts für die gesamte Menschheit. Wieviele Menschen haben sich seither aus Verzweiflung das Leben genommen, wieviele hochzqualifizierte Fachleute der DDR landeten auf der Müllhalde der „Überqualifizierten“, wieviele haben ihre Heimat verlassen, in der Hoffnung im Westen ihr Auskommen zu finden. Und welches Gesindel an Raubrittern zog gegen einträgliche Buschzulagen gen Osten…

    Was blieb den DDR-Bürgern nach der restlosen Ausplünderung ihres Staates und Volksvermögen durch die kriminellen Machenschaften der „Treuhand“? Massenhafte Armut, millionenfach Hartz4-Empfänger, Altersarmut, erbärmlich niedrige Renten, verwaiste Innenstädte zahlreicher zuvor belebter Kleinstädte, tausende Industriebrachen und schön aufgeputze Bürgen, Schlösser und Fassaden privatisierter Immobilien. Das ist die Wahrheit! Daüber fällt in den Sonntagsreden der Politiker kein Wort – im Gegenteil Hetze und Haßreden, Vwerleumdungen und Lügen über die DDR gehören nach fast 30 Jahren immer noch zum Alltag…

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