Podiumsdiskussion in der MensaBar zur Schließung des White Rabbit

Die drohende Schließung des White Rabbits bedeutet nicht nur, dass (mal wieder) ein Club in Freiburg geschlossen wird: Der Stadt Freiburg geht ebenso einer der wichtigsten Eckpfeiler der Sub- und Pop-Kultur verloren. Aus diesem Anlass trafen sich am Samstag Vertreter und Vertreterinnen der Stadt und der Kulturszene, um über Räume für Kultur zu diskutieren.

Stark besucht war die Veranstaltung in der MensaBar leider nicht. Dabei war sogar Freiburgs Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach vor Ort, um Kultur in Freiburg zu diskutieren und vor allem der Frage nach zu gehen, wie der Kulturszene in Freiburg ein angemessener Raum zur Verfügung gestellt werden könnte: von materialen Räumen zum Proben, Auftreten und Feiern bis hin zu ideellen Räumen wie die Mitsprache bei politischen Entscheidungen.

Tilo Buchholz ist nicht nur Popbeauftragter, sondern auch Drummer der Band „The Brothers“

Vorher jedoch lauschte das Publikum zwei Inputreferaten: Tilo Buchholz, der seit nun 13 Monaten städtischer Popbeauftragter ist, erzählte von seinem Tätigkeitsfeld in der erst seit kurzem bestehenden Stelle. Er machte vor allem deutlich, dass es in Freiburg an kleinen Bühnen fehlt, auf denen angehende DJs, Musiker und Bands sich erproben können.

Das zweite Referat hielt Marc Wohlrabe aus Berlin. Der Mitbegründer und ehemalige Sprecher des Verbands der Berliner Club-, OpenAir-, Festival- und Kultureventveranstalter brachte seine Erfahrungen aus der Haupstadt mit, in der das Clubleben pulsiert. Auch dort lief nicht immer alles glatt, z.B. klagten Anwohner im Wrangelkiez über zu laute Musik. Ganze sechs Clubs kamen als Lärmverursacher in Frage.

Wohlrabe wirkte aber bei einem Projekt mit, in dessen Rahmen ein Team den Lautstärkepegel an verschiedenen Orten minutiös aufnahm und somit die Lärmquellen ausfindig machen konnte. In einem nächsten Schritt suchte das Projektteam Gespräche mit den Anwohnern und Clubbetreibern und konnte die Klagen so innerhalb von nur ca. drei Monaten auf ein Minimum reduzieren.

Mit Pantomime auf der Partymeile wollten Wohlrabe und sein Team auf das Thema Lärm im Kiez aufmerksam machen

Weitere „Tools“ um die Kulturszene zu unterstützen seien z.B. spezielle Fenster, die aus zwei Scheiben bestünden und beim Lüften bis zu 30 Dezibel weniger Geräusche nach außen ließen. Auch Workshops mit Outdoor-Veranstaltern behaupteten sich als probates Mittel, um das Verhältnis zwischen Partyvolk und Ordnungsamt zu verbessern. Inwiefern sich diese Mittel auf Freiburg übertragen lassen, wird sich jedoch noch zeigen müssen.

Schlussendlich kam es zur großen Podiumsdiskussion in der MensaBar, die zwei Mitglieder der Interessengemeinschaft Subkultur moderierten. Einige der wichtigsten Statements könnt ihr in unserer Bildergalerie nachlesen.

Bildergalerie

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