5 Lesetipps zum Weltfrauentag

Die Semesterferien sind nicht für Hausarbeiten, Elternbesuche und Pflichtpraktika da – sie sind auch die ideale Zeit, um eingeschlafene Hobbys wiederzubeleben. Besonders in einem geisteswissenschaftlichen Studiengang kann einem bei all der Pflichtlektüre während des Semesters schon mal die Lust am Lesen vergehen. Dabei gibt es spannende Alternativen zu staubigen Leselisten: pünktlich zum Weltfrauentag stellen wir fünf Schriftstellerinnen vor, die die internationale Literaturszene aufmischen und eine Abwechslung von den häufig alten, weißen und männlichen Autoren gängiger Literaturkanons bieten.

Chimamanda Ngozie Adichie

Diese nigerianische Autorin ist schon längst kein Geheimtipp mehr: spätestens seit ihrem 2013 veröffentlichten und vielfach prämierten Roman Americanah gehört sie zu den bekanntesten zeitgenössischen afrikanischen AutorInnen. Darin erzählt sie die Geschichte zweier junger Menschen, die aus Nigera auswandern und später in ihr Heimatland zurückkehren und spricht Themen wie Sehnsucht, Alltagsrassismus und Entfremdung an. Einigen dürfte sie auch aus ihren viralen TEDtalks „We should all be feminists“ und „The danger of a single story“ bekannt vorkommen.

Ursula K. LeGuin

Die im vergangenen Jahr verstorbene Autorin Ursula K. LeGuin dürfte vor allem Fans von Fantasy und Science Fiction ein Begriff sein: neben bekannten Reihen wie dem Hainish-Zyklus und diversen Werken rund um die Erdsee-Welt hat sie in ihrer Laufbahn zahlreiche kritische Essays und Kurzgeschichten veröffentlicht. Darin thematisiert sie häufig die Beziehung der Menschen zur Natur und Geschlechterrollen. Ihren 1969 veröffentlichten Roman Die linke Hand der Dunkelheit nennt sie selbst ein Gedankenexperiment zu Androgynität und einer möglichen Gesellschaft ohne Unterteilung der Geschlechter in Männer und Frauen.

Sibylle Berg

Neben ihrer bekannten Kolumne „Fragen Sie Frau Sibylle“ auf Spiegel Online ist Sybille Berg auch als Dramatikerin und Schriftstellerin tätig und fragt sich zum Beispiel, ob man über Themen wie Feminismus oder Impfen wirklich noch diskutieren muss. Ihr 2009 erschienener Roman Der Mann schläft überzeugt nicht nur durch seine wunderbar melancholische Protagonistin.  Außerdem ist sie regelmäßig (und sehr unterhaltsam) auf Twitter aktiv und vernetzt mit weiteren bekannten Gesichtern wie Sophie Passmann und Magarete Stokowski.

Han Kang

Die südkoreanische Schriftstellerin Han Kang gewann für ihren Debütroman Die Vegetarierin 2016 den renommierten Man Booker Prize. Dieser basiert auf der Kurzgeschichte „Die Früchte meiner Frau“ in der sich eine Hausfrau ihrem Alltag verwehrt und in Folge einer langsamen Transformation schließlich ihr Leben als Pflanze weiterführt. Die Geschichte thematisiert die radikale Verweigerung der Gesellschaft, stillen Widerstand und Sexualität. Die englische Übersetzung der Kurzgeschichte „The Fruit of My Woman“ kann steht online zur Verfügung.

Elfriede Jelinek

Die österreichische Autorin Elfriede Jelinek hat selbst schon längst ihren Weg in den deutschsprachigen Literaturkanon gefunden. Seit 2004 mit dem Literaturnobelpreis prämiert kritisiert sie die österreichische Gesellschaft und patriarchalische Machtstrukturen und scheut dabei nicht davor zurück, explizit oder anstößig zu werden. Bekannte Romane wie Die Klavierspielerin oder Lust sind  zwar wirklich keine leichte Kost, aber nichtdestotrotz sehr lesenswert.

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