Living Walls: Die Wände der Innenstadt werden zum Kino

Kurzfilme auf Wänden in Freiburg zeigen: Das Kino-Event unter freiem Himmel „Living Walls“, das das Studierendenwerk jedes Jahr zusammen mit dem Kommunalen Kino veranstaltet, fand dieses Mal am 22. Mai im Sedanquartier statt.

An einem viel zu kalten Maiabend fand die beliebte Kino-Veranstaltung „Living Walls“ statt, die das Studierendenwerk in Kooperation mit dem Kommunalen Kino jedes Jahr organisiert. Fünf verschiedene Kurzfilme wurden an fünf verschiedene Wände im Freiburger Sedanviertel projiziert. Dieses Mal waren auch Filme vom „Freiburger Film Forum“ dabei. Die Idee: Eine gemeinsame Kinowanderung für die Kinofans, die ausgewählte kurze Produktionen mit Bier in der Hand unter freiem Himmel genießen. Bis spät abends lief die große Gruppe von Station zur Station.

Treffpunkt: Faulerpalette

Um pünktlich 21.30 Uhr war der Parkplatz an der Ecke Heinrich-von-Stephanstraße und Faulerstraße a.k.a die Faulerpalette schon voll – Kinoliebende waren bereit, gleich durch die Straßen der Innenstadt zu wandern. Zuerst gingen wir alle über die Heinrich-von-Stephanstraße zum Parkplatz hinter dem großen Möbelladen. Direkt bei den Zugschienen war unsere erste Station und die ein paar vorbeifahrenden Züge machten das Erlebnis noch authentischer. Der neunminütige Studentenfilm erzählte die Geschichte eines jungen Mannes aus Kamerun, der seine Ausbildung in Deutschland erfolgreich abgeschlossen hat. Nach den vier Jahren wird er doch wieder zurück nach Kamerun abgeschoben: „Was passiert, wenn der Ausweis bestimmt, wo man zu leben hat?“.

Der erste Film „Damien“ wurde auf der Wand des Möbelladens „Swiss Sense“ gezeigt.

Die AlieNation

Auf dem Weg zum zweiten Ziel, dem Platz vor dem Faulerbad, war die Nachtkälte immer mehr zu spüren, trotzdem setzte sich die Gruppe auf den Boden vor unserer improvisierten Kinowand. Der Film: „AlieNation“. Mädchen und Jungen erzählten in einem Zeichentrickfilm über die wesentlichen Dinge aus dem Alltag der Pubertäre – Körperhaare, Stimmungsschwankungen und erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Echte Interviews mit Teenagern, die als skurril gezeichnete Aliens das Publikum zum Lachen brachten. Nach den sechs Minuten Kinoprojektion ging’s dann weiter.

Die improvisierte Kinowand, auf der „AlieNation“ gezeigt wurde.

Trotz des kalten Windes blieb die große Gruppe bis zum Ende und lief vom Ort zum Ort. Nach der zweiten Station gingen wir alle ein paar Meter weiter zum Tunnel vor der Kronenbrücke und von dort weiter zur Kronenbrücke – zum ersten Mal hatte das Organisationsteam die Möglichkeit, einen Film unter der Brücke zu zeigen. Dafür und für den Aufwand, die Kinowanderung zu veranstalten, wurde das Team am Ende applaudiert.

Ein Kurzfilm auf der Tunnelwand.

Ein gemeinsames Erlebnis

Das Tolle an „Living Walls“ sind nicht nur die sehenswerten Filmproduktionen, sondern das Gefühl, etwas Besonderes, etwas Anderes mit komplett fremden Menschen zu erleben. In dem Moment, wenn man zusammen von der ersten Station startet, fühlt man sich als ein Teil eines Ganzen; ein Teil einer Menschenmenge, die nachts die gut bekannten Freiburger Straßen neu erkundet und erlebt.

Die Badische Zeitung schrieb einen Artikel über das Event 2018: Bei der Kinowanderung „Living Walls“ flimmern Kurzfilme über die Hausfassaden

Mehr Infos über bevorstehende Veranstaltungen: SWFR Kalender

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