Studienreise nach China (2)

Von 9.9. bis 23.9. befanden wir uns in der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin mit mehr als vierzehn Millionen registrierten Einwohnern. Die Stadt liegt ca. 130 Km von der chinesischen Hauptstadt Peking entfernt.

In Tianjin wurden wir an dem alten Campus unserer Partner-Universität, der Nankai University (NKU), untergebracht. Gegründet im Jahr 1919 als eine private Universität ist die NKU heutzutage eine der renommiertesten Universitäten Chinas. Dieses Jahr wird die NKU ihren hundertsten Geburtstag feiern.

Während unseres Aufenthalts in Tianjin haben wir unterschiedliche Seminare zur chinesischen Sprache, Kultur und Wirtschaft besuchen können. Hier ein paar Beispiele für euch:

Chinesischer Scherenschnitt
Chinesische Kalligrafie
Peking-Oper

Wir waren auch viel in Tianjin unterwegs. Die Stadt hat eine Fläche von ca. 11000 Km2 und von Stadtbezirk zu Stadtbezirk variiert das Stadtbild deswegen sehr.

In der Nähe vom Campus findet man den Fernsehturm von Tianjin „Tianta“ (tiān tǎ 天塔) sowie den Wasserpark (shuǐ shàng gōng yuán 水上公园).

Tianjin wurde nach dem Zweiten Opiumkrieg zwischen der Qing-Regierung und Großbritannien seit 1860 als Treaty-Port für internationalen Handel geöffnet. Großbritannien, USA, Frankreich, Deutschland, Japan, Russland, Belgien, Italien und Österreich-Ungarn haben zu dieser Zeit nacheinander ihre Konzessionen in Tianjin errichtet. Die am besten erhaltenen Konzessionsgebiete sind die britische sowie italienische Konzession, wo man zu den heutigen Tagen Restaurants aus aller Welt, Cafés, Teehäuser und viele internationale und lokale Läden finden kann.

In Tianjin findet man außer westlichen Bauten auch traditionelle chinesische Höfe, beispielsweise den Hof der Shi-Familie (shí jiā dà yuàn 石家大院), wo die kaufmännische Familie Shi von 1875 bis 1948 gewohnt hat.

Am Abend hat Tianjin ein anderes hinreißendes Gesicht. Wenn man den Mutterfluss Tianjins, den Hai-Fluss (hǎi hé 海河), mit dem Schiff entlangfährt, erinnern die Lichteffekte der Hochhäuser und der Kolonie-Bauten auf dem Flussufer die Besucher an die moderne Seite dieser Stadt.

Die zwei Wochen in Tianjin gingen sehr schnell vorbei. Das Programm, das wir bekommen haben, ist viel, viel mehr als das, was man in diesem Artikel beschreiben kann. Außerdem waren wir in unserer Freizeit auch viel auf eigene Faust in Tianjin unterwegs. Hier ein paar Beispiele dazu, was man alles in Tianjin machen kann.

Zum Beispiel waren wir für die schönste Abendansicht Tianjins hoch hinaus auf dem Fernsehturm.

Manche von uns sind auch ein Stückchen Richtung Meer gefahren, um die schönste Bibliothek Chinas anzuschauen.

Natürlich haben wir auch das Soul-Food der Chinesen, den Hotpot (huǒ guō 火锅), probiert.

Und… Hier bekommt ihr noch die Antwort für die Fragen im letzten Artikel über die Studienreise:

Der Löwe auf der linken Seite hat einen Baby-Löwen unter der Pranke und der auf der rechten Seite einen Ball. In der Zeit des chinesischen Kaiserreiches symbolisierte der Ball die Macht des Reiches. Da im alten China ein patriarchalisches System herrschte, war es selbstverständlich, dass Männer an die Macht kommen anstatt Frauen. Deswegen ist der Löwe mit dem Ball ein männlicher Löwe. Der weibliche Löwe mit dem Löwenjungen unter der Pranke deutet hin, dass Frauen im alten China die Aufgabe hatten, Nachwuchs zu erziehen.

Und dieser Behälter im kaiserlichen Sommerpalast ist tatsächlich ein Duftrauchbrenner. Den gibt es in China meistens in einer kleinen Form, um auf dem Tisch Räucherstäbchen zu verbrennen oder in einer mittleren Größe sowie der Größe eines Schreibtischcontainers, um eine ganze Halle mit Duft zu füllen. Solche ganz großen waren aber für Draußen und sie waren nicht nur Deko. Immer wenn große Zeremonie stattfand, wurden Sandelholz oder duftende Kräuter verbrannt. Der Duft spielte natürlich auch eine Rolle, aber es war vor allem für die Kaiser wichtig, dass der Rauch eine mysteriöse Atmosphäre schaffte, als ob man im Reich der Himmel wäre.

Hast du beide Fragen richtig beantwortet? Wenn ihr mehr über China wissen möchtet, könnt ihr gerne bei unseren China relevanten Veranstaltungen dieses Semesters vorbeikommen. Termine alle Veranstaltungen vom Internationalen Club des Studierendenwerks findet ihr in unserem Veranstaltungskalender.

Auch nächstes Jahr werden wir wieder mit der Studienreise nach Tianjin und Peking fliegen. Die Zeit ist wie immer für drei Wochen im September. Falls ihr Interesse an dieser Studienreise habt, schaut gerne gegen Anfang des kommenden Sommersemesters auf unserer Webseite unter „Internationales –> Studienreise China“ rein.

Wir freuen uns auf euer Interesse. Vielleicht bis zum nächsten Jahr bei unserer Studienreise! 😉

Vielen lieben Dank an Miriam und Anne für eure Unterstützung bei den Fotomaterialien.

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