Gedichtstunde { Eierschale der Zeit

ein Beitrag von Christoph Scheit
Illustration von Aether

Früher, da dacht‘ ich in Bildern.
Ich glaubte die Zeit wär’ein Ei,
und Jahr um Jahr das verginge,
floss an der Schale vorbei.
Und jedes Jahr das vorbeizog,
rieb von der Schale ab.
So wurde sie immer dünner,
und die Zeit wurde knapp,
denn mit der dünneren Schale
verkürzten sich auch die Wege,
die die Jahre nahmen,
waren sie anfangs noch träge,
so hasteten sie bald schneller,
und schneller unentwegt.
Schon sah ich’s wie die Alten,
„Ach, wie die Zeit vergeht.“

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