Die Vor- und Nachteile des digitalen Semesters

Zum ersten Mal gibt es so etwas wie ein komplett digitales Semester an der Uni Freiburg und an vielen anderen Hochschulen in Deutschland. Keine Präsenzveranstaltungen mehr, geschlossene Cafeterien und Bibliotheken, kein Kontakt mit Dozentinnen und Dozenten und anderen Studierenden außerhalb des Online-Raums. Wie wirkt sich denn das digitale Studium auf das Leben der Studierende aus? Und wie kann man das Beste daraus machen?

Soziale Interaktion nur im World Wide Web

Sich im Seminar austauschen oder in der Pause einen Kaffee zusammen trinken – ein normales Studium, wie wir es bis jetzt kannten, bedeutet jedenfalls viele soziale Kontakte und ein direktes Miteinander. Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie ist plötzlich die soziale Distanzierung sehr notwendig geworden. Plötzlich sind Zoom-Meetings, Telefonieren und Schreiben über Kommunikationsdienste die einzige Art sozialer Interaktion, die erlaubt ist. Das hat einen negativen Effekt auf das Wohlbefinden von vielen Studierenden, die ohnehin ein stressiges Semester haben. Solltest du bemerken, dass dich die aktuelle Situation zu sehr belastet und du mit jemandem darüber sprechen möchtest, bietet die psychotherapeutische Beratungsstelle des Studierendenwerks Freiburg individuelle Beratungsgespräche telefonisch an.

Ein Einzelgespräch dauert 45 Minuten und benötigt eine Anmeldung im Vorfeld. Man kann das Gespräch persönlich oder telefonisch führen. Jede Woche findet auch eine offene Sprechstunde ausschließlich telefonisch statt. Einen Termin für die individuellen Gespräche kann entweder telefonisch unter 0761 – 2101-269 oder per Mail: r.meyer@swfr.de vereinbart werden.

Die psychotherapeutische Beratung des Studierendenwerks ist weiterhin für euch da!

Mehr Infos zum Angebot der Beratungsstelle findet man hier.

Digital fitter werden

Zoom, BigBlueButton, Jitsi und Adobe Connect sind nur ein kleines Teil aller digitalen Möglichkeiten, um ein Seminar oder eine Vorlesung im Online-Raum erfolgreich zu gestalten. Doch vor der Corona-Krise haben nur wenige diese Plattformen benutzt und gar gekannt. Nun können alle den Bildschirm während einer Zoom-Sitzung teilen, um die Präsentation zum Referat zu zeigen oder arbeiten problemlos in Gruppen in einem sogenannten Breakout-Room. Fragen und Antworten klappt auch schnell mithilfe der Chat-Funktion. Natürlich lassen sich nicht alle Arbeitsprozesse einwandfrei ins Netz übertragen, aber es werden wichtige digitale Kompetenzen erworben, die das „Bestehen“ einer solchen Krisensituation für viele Studierende möglich machen. Digitale Kompetenzen, die auch für das Berufsleben vom großen Vorteil sein können.

Digital lernen? Warum nicht?

Online-Plattformen lassen sich aber nicht nur zu Lernzwecken verwenden, sondern auch für das Organisieren und Stattfinden von coolen Events. Durch die Krise mussten alle Veranstaltungen im SWFR-Kalender ausfallen, doch seit neulich werden einige im digitalen Format angeboten, wie das Café Multilingua!

Café Multilingua jetzt online!!

Immer montags findet das beliebte Café Multilingua komplett online auf Discord statt. Der letzte Termin für dieses Semester ist Montag, der 27. Juli, um 20:30 Uhr. Mehr Infos zum Ablauf findet man hier.

Zeitmanagement (fast) leicht gemacht

Eine halbe Stunde vor dem Seminar aufstehen und trotzdem pünktlich für die Sitzung erscheinen? Oder direkt nach dem Seminarschluss zu Mittag essen und mit der To-Do-Liste für den Haushalt anfangen? Im nicht-digitalen Studienalltag ist das alles unmöglich. Die Zeitflexibilität ist nämlich mit der größte Vorteil eines digitalen Semesters. Es ist doch vieel praktischer, wenn man sich nicht großartig fertig machen und zur Uni und zurück fahren muss, stattdessen diese Zeit für die wichtigen Aufgaben auf der Tagesordnung nutzen kann. Zeitmanagement klappt demnach besser, wenn man nur im Online-Raum präsent sein muss, oder?

Fast. Denn egal, ob man im Seminarraum oder im Zoom-Meeting sitzen muss, braucht man Disziplin, um sich nicht mit anderen, vielleicht spaßigeren Dingen abzulenken. Zeitmanagement während des digitalen Studierens mag leichter sein, trotzdem hat es seine Knackpunkte, wie zum Beispiel die Struktur. Oft unterschätzt man die täglichen To-Dos zu Hause und wie viel Zeit man für alles braucht. Dabei hilft wie immer der gute alte Tagesplan – auch wenn man alles von Zuhause erledigen muss, bringt das Aufschreiben von Aufgaben und das Abhaken viel mehr, als man denkt. So geht die Struktur, die man im normalen Uni-Alltag hat, nicht verloren.

To-Do-Liste für mehr Struktur im digitalen Semester.

Digitale und reale Events zum Abschluss

Um dieses neue und herausfordernde Semester trotz aller Widrigkeiten positiv abschließen zu können, bietet das Studierendenwerk Freiburg neben dem Online Café Multilingua noch ein paar tolle Veranstaltungen:

SOLI FESTIVAL im MensaGarten!!
  • Open Air im MensaGarten: SOLI FESTIVAL #WIRFÜREUCH – Ein Open-Air-Konzert in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino zur Unterstützung der lokalen Clubs und Livestandorte. Wann und wo: am 26. Juli, im MensaGarten.
  • Weinprobe @Online – Zum Abschluss des Sommersemesters veranstaltet der Internationale Club eine exklusive online Weinprobe, auf der die Teilnehmenden verschiedene badische Weine präsentieren können, die von den anderen erraten werden sollen. Wann und wo: 29. Juli, um 20:30 Uhr, auf Discord.
  • Freiluftkino im MensaGarten: DEAD MAN. Jim Jarmush, USA/JPN/D (1995) – Für alle, die das Kinoerlebnis vermissen, organisiert das Kommunale Kino in Kooperation einen Freiluftkino-Abend aus der Reihe „INS WEITE.  Reisen in Film, Musik, Literatur“ im MensaGarten. Der Film: der Western „Dead Man“ aus dem Jahr 1995 mit Johnny Depp und Iggy Pop. Wann: am 29. Juli, um 21:30 Uhr.

Mehr Infos zu den einzelnen Veranstaltungen sowie zur Anmeldung findet man in unserem Veranstaltungskalender.

Mehr zu den aktuellen Corona-Fragen und den wichtigen Hinweisen des Studierendenwerks Freiburg auf unserer Webseite: www.swfr.de

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