Foodsharing in Freiburg

Warum so viele Lebensmittel in Mülltonnen? Das Ziel von Foodsharing ist: so viele von „überflüssigen“ oder „nicht mehr gut aussehenden“ Lebensmitteln zu retten wie möglich, selbst zu verbrauchen, an Freunde oder Bekannte weiterzugeben…

In einer 8-er WG in Freiburg leben drei Foodsaver, sie holen von großen oder kleinen Betrieben übriggebliebene Nahrungsmittel ab und verwerten sie.

Wie kannst du ein/e Foodsaver/in werden?

Wenn du Interesse hast, ein/e Foodsaver/in zu werden, kannst du dich online unter https://foodsharing.de/ registrieren, danach musst du dieses https://wiki.foodsharing.de/Quiz Foodsaver-Quiz bestehen. Anschließend nehmen dich Ausbilder/innen drei Mal zu Einführungsabholungen zum Retten von Lebensmitteln mit. Sind die Einführungsabholungen erfolgreich bestanden, bekommst du bei einer Ausweisvergabe deinen Foodsaver Ausweis und wirst verifiziert…

Lela – mit den geretteten Lebensmitteln.

Lela 30, Studentin ist seit 2 Jahren Foodsaverin: „Seit drei Jahren ernähre ich mich vegan und versuche umweltbewusst zu sein. Da dachte ich an Nachhaltigkeit, recherchierte und stellte fest, dass ein Drittel der Lebensmittel in Deutschland in Tonnen landet, dabei verhungern Menschen auf der ganzen Welt. Diese Ungleichheit kommt mir sehr unlogisch und ungerecht vor. Wir leben alle in einer privilegierten Welt und erwarten, dass unsere Regale in den Supermärkten mit den besten, tadellosen und perfekten Lebensmitteln gefüllt sind. Dabei schmeißen wir fast die Hälfte davon in den Müll. Ich versuche mit meinem kleinen Beitrag, Lebensmittel zu retten, und engagiere mich für die Umwelt. Durch Foodsharing hole ich übrig gebliebene Lebensmittel ab, die immer noch genießbar und köstlich sind und verwerte sie. Seit langem verdirbt bei mir kein Lebensmittel, dazu spare ich noch mein Taschengeld und helfe der Umwelt.“

Mit den abgeholten Nahrungsmitteln werden viele unterschiedliche Gerichte kreiert.

Nico und Lela in ihrer WG mit frischem Obst und Gemüse.

Nico 25, Student: „Von Foodsharing hörte ich über Freunde und fand die Idee sofort cool. Es ist einfach genial, etwas Gutes für die Umwelt zu tun und auch nicht so viele Lebensmittel zu kaufen. Sehr viele Backwaren oder andere Nahrungsmittel werden weggeworfen. Konsument*innen nehmen nur das Beste aus den Regalen. Waren, die genießbar sind, aber vielleicht nicht besonders gut aussehen bleiben stehen. Ich verzehre von mir gerettete Lebensmittel selbst oder verteile sie an Freunde oder lege sie in Foodsharing Fairteiler.“


Nicola – vor dem beliebten mobilen Fahrrad-Fairteiler vor der UB. Dieser Fairteiler wird täglich mehrmals gefüllt.

Nicola ist Foodsaverin, Betriebsverantwortliche, Botschafterin und Ausbilderin: „Meine Message ist, dass genießbare Nahrungsmittel nicht in Mülltonnen gehören, dass Menschen Lebensmittel wertschätzen und  etwas „Kaputtes“ nicht einfach sofort wegwerfen. Wenn ich zur Abholung von Lebensmitteln gehe, ist manchmal nichts da. Es wurde alles verkauft und das ist auch gut so: Nichts, was man noch essen kann, wurde verschwendet.“

Fairteiler sind Orte, zu denen Lebensmittel gebracht und wo sie umsonst abgeholt werden können. In Freiburg gibt es mehr als ein Dutzend davon.

Clara 27,  Studentin: „Der Hauptgrund, warum ich beim Foodsharing bin, ist vor allem Lebensmittel zu retten und sie an Menschen weiterzugeben, die sie sich nicht leisten können. Durch Foodsharing erweitern sich meine sozialen Kontakte und als Studentin spare ich ein wenig Geld. Es ist voll cool, meine Kreativität wird herausgefordert, wenn ich aus vielen zufallsbedingten Lebensmitteln eine leckere Mahlzeit zaubere.“

Info: Corona bedingt pausiert die Foodsharing Ausbildung derzeit in Freiburg.

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