Studieren während Corona: Wie gehe ich mit Stress um?

Es ist Ende des Semesters und das bedeutet für viele Studis Prüfungszeit, Hausarbeiten, zeitlicher Druck. Die Pandemie macht es auch nicht leichter: Gemeinsames Lernen oder Treffen auf einen Kaffee in der UB fällt auch dieses Semester weg. Die ganze Situation ist für dich etwas zu viel? Du hast das Gefühl, du schaffst es nicht? Keine Sorge, du bist nicht alleine. Wir haben ein paar Tipps, wie du am besten mit dem Stress umgehen kannst.

Die aktuelle Situation ist für viele Menschen belastend. Wenn man aber ein Studium managen muss und dabei seine sozialen Kontakte auf Minimum reduzieren und sich einen neuen Job suchen muss, weil der letzte aufgrund der vielen Schließungen ausgefallen ist, dann kann der aktuelle Lockdown eine sehr schwierige Zeit für die Studierenden bedeuten. Auch wenn man das nicht bemerkt, kann sich der übliche Stress am Ende des Semesters aufgrund der Corona-Situation verdreifachen. Du fragst dich also, wie du mit dem inneren Druck und den Angstgefühlen am besten umgehen kannst? Unsere Kolleg*innen aus der psychotherapeutischen Beratung haben die besten Tipps für dich zusammengestellt!

Eine realistische Tagesstruktur halten

Kennst du das? Du stehst morgens auf und obwohl du eigentlich den ganzen Tag zu Hause verbringen wirst, wartet auf dich eine laaange To-Do-Liste? Für die Prüfung lernen, nach Literatur für die Hausarbeit suchen, die Wohnung putzen, deine BAföG-Unterlagen endlich fertigstellen.. Ach, und kochen muss man auch noch! So viele Aufgaben und so wenig Stunden am Tag, in denen man wirklich produktiv sein kann.

Probiere deshalb beim nächsten Mal, ein paar weniger To-Dos aufzuschreiben, indem du einfach Prioritäten setzt. Kann deine Recherche noch zwei Tage warten, bis du alle Themen für die Prüfung entspannt wiederholt hast? Oder musst du an allererster Stelle unbedingt putzen? Dann nimm dir aber nur noch eine Sache für den restlichen Tag vor, so kannst du deine Energie richtig investieren. Wichtig: Plane kleine Pausen für zwischendurch ein. Setze dich dabei auf den Balkon oder gehe kurz spazieren, um einfach den Kopf freizubekommen. Und sei nicht zu streng mit dir, wenn du nicht alles an einem einzigen Tag geschafft hast.

Vermeide eine zu volle To-Do-Liste!

Altes angehen oder Neues ausprobieren

Du hast die dringendsten Aufgaben für die Uni schon erledigt und suchst nach einer neuen Beschäftigung? Chillen auf dem Sofa mit Netflix und YouTube kann natürlich nach einem anstrengenden Semester entlastend sein, aber man kann es auch nicht ewig tun. Irgendwann möchte man seinen Kopf mit nützlichen Dingen beschäftigen. Deshalb kannst die Zeit zu Hause als eine gute Möglichkeit sehen, die Sachen anzugehen, die du schon seit Monaten erledigen möchtest. Dein Regal aussortieren oder deine Pflanzen umtöpfen? Oder vielleicht deinen Kleiderschrank aussortieren und alte Kleidung spenden? Wieso nicht? Du kannst auch etwas Neues anfangen, wie zum Beispiel eine neue Sprache lernen oder Power Yoga ausprobieren. Finde ein neues Hobby und genieße die Zeit, die du dafür zur Verfügung hast.

Reduziere deinen Medienkonsum

Gerade jetzt ist es besonders wichtig, sich über die aktuellsten Ereignisse und Entwicklungen zu informieren: Welche Maske funktioniert besser, wie entwickeln sich die Fallzahlen oder wann sind Lockerungen zu erwarten. Dazu kommen auch die Impfstoffe und deren Wirkung – welcher Impfstoff zu empfehlen ist oder wann man frühestens einen Impftermin bekommen kann. Ach, und in Frankreich steigt die Anzahl der Infizierten? Unser Wunsch, auf dem aktuellsten Stand der Dinge zu sein, kann auch seine Auswirkungen auf unser Wohlbefinden haben. Denk nur kurz darüber nach: Die meisten Themen, über die die Medien gerade berichten, sind nicht besonders positiv. Wenn du mehrmals am Tag die Nachrichtenapp oder verschiedene Online-Zeitungen öffnest, kannst du von dem Informationsflut überfordert werden. Es passiert auch gar nicht so viel Neues an einem einzigen Tag. Deshalb ist es eigentlich ausreichend, wenn du dich ein- bis zweimal täglich informierst. Die restliche Zeit kannst du in dein neues Hobby investieren. 😉

Bewege dich!

Der Winter ist noch nicht vorbei, trotzdem fühlt es sich draußen wie Frühling an. Weißt du, was das bedeutet? Du kannst nun draußen Sport machen! Eigentlich muss es auch kein richtiger Sport sein, ein langer Spaziergang oder eine Runde mit dem Fahrrad kann deine Batterien genauso gut aufladen. Bewiesen ist es auch schon, dass sich Bewegung positiv auf dein Gehirn und deine Gedanken auswirkt. Wenn die Sonne scheint, fühlt es sich einfach herrlich an! Vergiss nicht, deinen Körper auch regelmäßig zu mobilisieren, denn nach einem ganzen Tag vor dem Computer können dein Rücken und Nacken sehr leiden. Tu einfach das, was dir guttut – pflege deinen Körper und deinen Geist!

Pflege deine sozialen Kontakte auch über die Distanz

In dieser Pandemie haben wir alle etwas Wichtiges gelernt – wie schön, dass es das Internet gibt! Man soll zwar seine sozialen Kontakte auf Minimum reduzieren, aber online kannst du dich mit allen deinen Freunden treffen, so viel du möchtest! Nur weil du deine Lieblingsmenschen nicht in Person sehen kannst, heißt nicht, dass du deine Beziehungen nicht pflegen solltest. Schreibe eine kurze Nachricht, frage, wie es ihnen geht. Manchmal genügt eine SMS, um jemandem den Tag schöner zu machen. Oder ein vierstündiger Marathon mit eurer Lieblingsserie per Skype.

Vermisst du auch soziale Events, bei denen du neue Leute kennenlernen kannst? Dann schau doch immer wieder in unseren Kalender ein: Der Internationale Club hat einige Online-Veranstaltungen für dich im Angebot.

Einfach ein Online-Treffen verabreden!

Und als Letztes: Vergiss nicht…

Auch diese Situation wird irgendwann vorbei sein. Das normale Leben, so wie wir es vor Corona kennen, wird wieder zurückkehren. Wir werden uns daran mit Freude erinnern, weil wir es so gut durchgehalten haben. Um den Übergang ins normale Leben angenehmer zu machen, denke einfach an alle schönen Dinge, die nach der Pandemie wieder auf dich warten. Denke an die heißen Sommertage an der Dreisam, an die Kaffeepausen in der Uni oder an die Partys, auf denen man die ganze Nacht durch wieder tanzen werden kann.

Solltest du trotzdem gerade jemanden gebrauchen, mit dem du über die Situation sprechen kannst, ist unsere Psychotherapeutische Beratungsstelle auch in Zeiten von Corona für dich da. Du kannt ein Beratungsgespräch entweder telefonisch unter 0761 2101-269 oder per E-Mail an r.meyer@swfr.de vereinbaren.

Auf unserem Instagram-Account findest du auch ein Video mit noch mehr Tipps für die stressige Zeit.

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