Wie war’s beim Kaffeeseminar?

Kaffee ist aus meinem Leben nicht wegzudenken. Seit dem ersten Lockdown wurde mein Kaffeekocher zu meinem besten Freund und auch davor verbrachte ich die halbe Stunde zwischen Seminar und Vorlesung in der Schlange im Café Senkrecht und die Pausen vom Hausarbeit Schreiben im Café Libresso. Was ich da mit und ohne Milch genüsslich oder nebenbei trinke, damit habe ich mich bisher nur sehr wenig beschäftigt. Tim ist da ganz anders. Er ist Hobbybarista und führte uns am Mittwoch via Discord durch eine Kaffeeverkostung

Vor einigen Jahren ist mit der Begriff Specialty Coffee zum ersten Mal begegnet, aber statt mit Neugier habe ich reagiert wie vor dem Weinregal: Bei zu viel Auswahl zwischen Herkunft, Aufbereitung, Röstung und Sorte greife ich zu Altbewährtem: der immergleichen Marke aus dem Supermarkt. Aber beim herkömmlichen Kaffee handelt es sich meistens um Mischungen aus verschiedenen Anbaugebieten, die kosteneffizient statt geschmacksoptimierend verarbeitet werden. Das soll bei Specialty Coffee anders gemacht werden. Der Geschmack steht im Vordergrund, der Anbau soll möglichst nicht in Monokulturen erfolgen und wie beim Wein wird die Herkunftsregion angegeben. Es spricht also einiges dafür, es auszuprobieren.

Tim hat uns im Voraus ein Päckchen mit drei verschiedenen Kaffeesorten geschickt. Nach seiner Anleitung bereiten wir den Kaffee zu, feuchten den Filter an, schätzen 15 Gramm Kaffeepulver ab, lassen das Wasser kurz abkühlen, damit es zwischen 85 und 95 Grad heiß ist, messen 220 ml ab, lassen den Brühvorgang maximal 3 Minuten dauern. All das soll den Kaffeegeschmack verbessern, damit kein Papiergeschmack vorkommt, die Bitterstoffe sich nicht so leicht lösen und die Geschmacksintensität vergleichbar ist. Wir trinken den Kaffee schwarz und ohne Zucker. Eigentlich trinke ich Kaffee meistens mit Milch, aber der schmeckt auch so.

Der Brühvorgang soll maximal 3 Minuten dauern.

Zwischen den einzelnen Tassen erklärt Tim, was Kaffeebohnen der Sorten Arabica und Robusta unterscheidet, wie sich die Aufbereitung auf den Geschmack auswirkt und wie sich die verschiedenen Zubereitungsarten unterscheiden. Er gibt Tipps und beantwortet unsere Fragen. In Zukunft werde ich meine Herdkanne mit warmem Wasser befüllen und nach dem Kochen mit kaltem Wasser abschrecken, weil das Pulver sonst in der Kanne nachröstet und der Geschmack so verändert wird. Und wenn ich das nächste Mal Kaffee kaufe, wird es ein Robusta sein, der hat mir am besten geschmeckt.

Welche Veranstaltungen das Studierendenwerk aktuell anbietet findest du hier.

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