Rezept { Vegane Süßkartoffel-Brownies

ein Beitrag von Christina

Die Süßkartoffel-Brownies sind nicht nur unglaublich schokoladig, sie sind dank gekochter Süßkartoffel auch wunderbar saftig. Vermischt mit Datteln, Banane, Haferflocken, Kokosöl und Kakaopulver werden daraus kleine vegane Leckereien, die ganz ohne Milch, Eier und Butter auskommen. Die Idee aus Süßkartoffeln ein leckeres und gesundes Gebäck zu zaubern, stammt ursprünglich von der veganen Food-Bloggerin „Delicously Ella“ (https://deliciouslyella.com/recipes/sweet-potato-brownies-with-chocolate-sauce/) , wo ihr neben Süßkartoffel-Brownies noch viele andere vegane Backideen finden könnt. Meine studentenfreundliche Variation der Süßkartoffel-Brownies kommt ohne teures Mandelmus aus und setzt dafür auf Banane. 

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Gedichtstunde { Immer im Kreis

ein Beitrag von Christoph Scheit
Illustration von Aether

Zwei Raben saßen auf ‘nem Ast
Und machten dort vom Fluge Rast.
Da sprach der erste Raabe dann:
„Ach schau‘ dir mal das Mäuschen an.

Das läuft mit allzu großem Fleiß,
um unser’n Baum, immer im Kreis.“
Der zweite Rabe staunt nicht schlecht
und gibt dem ersten Raben recht.

Ja beide sind sie fasziniert,
was diese Maus wohl motiviert.
So fliegen sie von ihrem Sitz,
dort hin wo’s kleine Mäuschen flitzt.

Wie sie’s noch näher kommen seh’n,
bleibt’s Mäuschen dann auf einmal steh‘n.
Die Raben sie verstehen nicht,
warum’s den Lauf nun unterbricht.

Das kleine Mäuschen unterdessen,
glaubte die Raben wollten’s fressen.
Dass diese um es auszufragen,
die Schnäbel schon geöffnet haben,

vermag nicht wirklich zu erreichen,
dass aus ihm Angst und Panik weichen.
Nur dass sich’s nicht zu fliehen traut,
weil es die Raben schneller glaubt.

Da fragt der erste Rabe dann:
„Sag Maus, was treibt dich denn nur an?“
Die Maus, die jetzt recht ratlos scheint,
die weiß nicht was der Rabe meint.

„Warum läufst du um diesen Stamm?“
fing dann der zweite Rabe an.
Da konnt‘ das Mäuschen dann erkennen,
auf welche Antwort beide brennen.

Und mit einem verschmitzten Blick,
gab es die Frage dann zurück:
„Sitzt denn ihr beiden ohne Hast,
den ganzen Tag auf eurem Ast?“

Die Raben, sie verneinten dies,
was unser Mäuschen lächeln ließ.
Nein später sei’n sie wieder fort,
sie zögen ja von Ort zu Ort.

Da fragte dann das Mäusschen weiter,
inzwischen war es fast schon heiter:
„Macht ihr dann an demselben Platz,
auch gerne einmal mehrfach Rast?“

„Ja klar, wir kommen immer wieder,
bekanntes mögen wir auf lieber.“
Das kleine Mäuschen sprach darauf:
„Dann habt ihr eure Antwort auch.“

Die Raben sah’n sich beide an,
als langsam die Erkenntnis kam.
Wie’s uns’re Maus schon lange weiß,
rennen wir alle nur im Kreis.

(Auto-)Biografische Werke – Eine Empfehlung

ein Beitrag von Vanessa

„Im Meer schwimmen Krokodile. Eine wahre Geschichte“ von Fabio Geda erschien erstmalig 2011 im Albrecht Knaus Verlag. 

Das Buch erzählt die Geschichte von Enaiatollah Akbari, der als 10-Jähriger seine Reise von Afghanistan nach Europa beginnt. Als die Repressionen gegenüber den schiitischen Hazara in Afghanistan zunehmen, schmuggelt Enaiats Mutter ihn nach Pakistan, mehr kann sie allerdings nicht für ihn tun. Illegale Grenzüberquerungen auf Lastwagen, zu Fuß über eisige Berge oder im Schlauchboot ohne Schwimmweste sind nur einige Stationen auf seinem Weg. Er lernt das Leben von seiner grausamen Seite kennen, doch die Worte seiner Mutter und die Hoffnung auf ein besseres Leben treiben ihn voran. 

Ich habe Enaiats Schicksal mit einem lachenden und einem weinenden Auge verfolgt. Denn trotz der schrecklichen Geschehnisse, strotzt dieses Buch vor Lebenswillen und Optimismus. Fabio Geda erzählt Enaiats bewegende und sehr emotionale Geschichte auf eine dennoch informative Art. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und einem einmal mehr vor Augen führt, wie viel eine gute Tat jemandem bedeuten kann. 


Die Autobiografie „Befreit. Wie Bildung mir die Welt erschloss“ von Tara Westover erschien 2019 im Verlag Kiepenheuer & Witsch und thematisiert Taras Lebensgeschichte in drei Kapiteln. 

Als eines der jüngeren von sieben Kindern wächst Tara in den Bergen Idahos auf. Ihr Vater, ein fundamentalistischer Mormone, lehnt den Staat strikt ab und bereitet sich zudem auf die Apokalypse vor. Für Tara und ihre Geschwister bedeutet dies, dass stets ein »Ab in die Berge«-Rucksack gepackt ist, sie keine Geburtsurkunden besitzen, keine öffentliche Schule besuchen und auch bei schlimmen Verletzungen kein Arzt gerufen wird. Mit 17 Jahren betritt Tara das erste Mal eine Schulklasse. Dieser erste Schritt brachte sie bis nach Cambridge. 

Dieses Buch erzählt vom Mut einer jungen Erwachsenen ihren eigenen Weg zu gehen und sich für Bildung zu entscheiden, von der Erkenntnis, dass es im Leben nicht nur eine Wahrheit gibt und von der Freiheit die man dadurch erlangt. 

[KrimiSamstag] Münstermörder / 14. Kapitel | Epilog

Ein Freiburger Krimi von:
Renate Heyberger, Udo Marquardt


Freiburg Ende der Neunziger Jahre: Wie fast überall in Deutschland gibt es auch in der beschaulichen Breisgau-Metropole zwar jede Menge Verbrechen, aber keine Lokal-Krimis. Mit der Freiburg-Krimi-Reihe des Sternwaldverlags ändert sich die Lage schlagartig. Fast jährlich erscheinen nun Geschichten über Mord und Totschlag, über Intrigen, Eifersucht und miese Geschäfte – bis heute sind 14 der unverkennbaren schwarz-gelben Krimis erschienen.

Der „Münstermörder“ ist der zweite aus der Krimi-Reihe. Natürlich hat sich in Freiburg seither einiges verändert. Bürgermeister sind gekommen und gegangen, Kneipen haben zu- und aufgemacht, kleine inhabergeführte Geschäfte in der Innenstadt mussten Telecom und Co weichen. Aber eines ist über die Jahrzehnte gleich geblieben: das Herz der Stadt mit dem Münster und dem Markt und die sprichwörtliche Liebe der Freiburgerinnen und Freiburger zu ihrer Heimat, die sie manchmal den Rest der Welt vergessen lässt…


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Kochen mit dem DFP { Tarte à la tomate

DFP steht für das Deutsch-Französisches Team vom Internationalen Club des Studierendenwerks Freiburg. Ab heute werden sie euch bis Ende Juli immer wieder Videos mit originellen französischen Rezepten besorgen. Dabei könnt ihr nicht nur die authentische französische Küche kennenlernen, sondern auch eure Französischkenntnisse auffrischen.

Die Textbeschreibung des Rezeptes sowohl auf Französisch als auch auf Deutsch findet ihr unter dem Video.

Bon appétit!

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[Stadtgeschichte|City Stories] Die Geschichte vom Retter von Freiburg | The story of the saviour of Freiburg

Beitrag von Theodor Lammich | Article by Theodor Lammich
English Version is below.

Was haben ein Hirsch, ein Erpel und ein Schwabe gemeinsam? Für unsere Region jedenfalls mehr, als man zuerst glauben mag. Als Protagonisten unserer Sagen und Legenden bescheren sie Groß und Klein schon seit Jahrhunderten ein besonderes Stück Kultur. Und da Geschichten davon leben, dass man sie weitergibt, stellen wir euch in unserer Reihe ein paar der schönsten vor. Viel Freude!

What do a deer, a drake and a Swabian have in common? For our region, more than one might think initially. As protagonists of our sagas and legends, they have been bringing a special piece of culture to young and old for centuries. And since stories live from passing them on, we present some of the most beautiful ones in our series. Have fun!

Kupferstich zur Belagerung Freiburgs 1713, Original bei Artquarium Berlin
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Migration und Herkunft – gibt es deutsche Identität? {Bücherempfehlung}

ein Beitrag von Hannah

Es ist sommerlich warm, Grillgeruch zieht von den Nachbarn herüber. Die to-do-Liste ist für heute abgehakt. Jetzt wäre eigentlich der richtige Zeitpunkt, um sich mit einem Radler und einem guten Buch noch ein bisschen in die Abendsonne zu setzen. Doch was soll ich Lesen? Auf die Klassiker, die ich vor Jahren mit guten Vorsätzen gekauft habe, habe ich irgendwie keine Lust. Schließlich habe ich ja schon den ganzen Tag Texte für die Uni gelesen. Was Interessantes muss her, aber kurzweilig sollte es sein; am besten sogar humorvoll. Heute stelle ich euch zwei Bücher vor, die alle genannten Kriterien erfüllen. Sie schaffen es, gesellschaftlichen Themen mit Humor zu begegnen ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Es hat wirklich Spaß gemacht, die Romane zu lesen – auch nach einem langen Uni Tag 🙂

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RelaxSonntag { Schwarzwald-Rennradtour: Von Freiburg über St.Peter nach St.Märgen

ein Beitrag von Eric

Distanz: 45km | Höhenmeter: 670m auf, 680m ab | Dauer: ca. 3Std.

Strecken- und Höhenprofil: Freiburg (Littenweiler)-St.Peter-St.Märgen-Freiburg (Ebnet)

Euch wird das (mittlerweile wieder vorhandene) bunte Treiben in der Stadt zu viel und ihr wollt auf etwas sportlichere Weise den umliegenden Schwarzwald erkunden? Dann ist diese Tour genau das Richtige! 
Mit dem Rennrad lässt sie sich gut innerhalb eines nachmittags, beispielsweise nach einem Vormittag voller nervenaufreibender Online-Seminare, fahren.

Von Littenweiler geht es durch das pittoreske Dreisamtal nach Kirchzarten. Dort geht nach dem Bahnhof eine Unterführung linker Hand Richtung Burg am Wald. Schon ist man mitten im stillen Unteribental, wo Schwarzwaldkühe auf beiden Seiten der asphaltierten Straße genüsslich vor sich hin grasen und es nach Heu und Bauernhof duftet. 

Entschleunigtes Leben im Unteribental

Hier erst beginnt der – zugegebenermaßen schweißtreibende – Aufstieg zur hochgelegenen Ortschaft St.Peter, sodass innerhalb kurzer Zeit bei serpentinenartiger Straßenführung mehr als 300 Höhenmeter auf dem Tacho zu verbuchen sind. Das Dorf besticht mit seiner eindrucksvollen Klosterkirche im Barockstil aus der Zeit der Benediktinermönche und dem kopfsteingepflasterten Dorfplatz. Außerdem sind Schauinsland und die Gipfel umliegender Berge gut erkennbar. 

Fassade der Klosterkirche in St.Peter

Doch die wirklich atemberaubenden Panoramablicke bieten sich erst von der gewundenen Landstraße L127 nach St.Märgen aus. Phänomenale Aussichten vom Feldberg über die Rheinebene bis zu den französischen Vogesen sind die Belohnung für die mittlerweile 500 zurückgelegten Höhenmeter seit Beginn. 

Fulminante Panoramasicht in der Nähe von St.Märgen

Mit St. Märgen schließlich ist der höchste Punkt der Tour erreicht und nach kurzer Rast und Stärkung in einem der Cafés oder Restaurants des Kurorts beginnt der erfreuliche Teil der Abfahrt. Noch kurz in den höchsten Gang geschaltet und den Unterlenkergriff eingenommen und schon rast man innerhalb kürzester Zeit die 12km bis nach Buchenbach. Auf halber Strecke durchfährt man dabei Wagensteig, eine kleine Siedlung von Schwarzwaldhäusern mit geduckten Dächern, umschlossen von grün bewaldeten Hügeln. Automatisch fühlt man sich an isolierte Alpentäler erinnert, die Abgeschiedenheit und Ruhe wirken wie aus einem anderen Zeitalter.

Von Buchenbach geht es schließlich die letzten Kilometer über Stegen über das Dreisamtal zurück bis nach Freiburg-Ebnet, wo sich die Strapazen der erfolgreichen Tour mit den Füßen in der Dreisam gut kompensiert lassen. 

Bonne voyage!